Spielzüge im Tennis

Nach einem defensiven Return im Punkt bleiben

Der schwierige Aufschlag ist zurück im Feld. Jetzt zählt, wie du Bs nächsten Ball beantwortest und ob du danach wirklich ruhiger zum Ball kommst.

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Vom defensiven Return bis zum ruhigeren Kontakt

B schlägt von oben links diagonal in As rechtes Aufschlagfeld auf. A erreicht den Ball außen rechts nach dem Aufsprung und returniert kontrolliert tief zur Mitte. B trifft den Return nach einem Aufsprung an der Grundlinie. A ist inzwischen auf dem Weg nach innen, aber noch rechts der Mitte.

Ab dieser Lage vergleichst du zwei alternative erste Grundschläge von B. Die Auswahl setzt dieselbe Situation vor Bs Schlag ausdrücklich neu auf; sie fügt keinen Ball dazwischen ein. Die tiefe Variante drängt A links hinter die Grundlinie. Die kürzere seitliche Variante zieht A links außerhalb des Einzelfelds nach vorn. Beide Kontakte bleiben in diesem Beispiel defensiv.

Vom tiefen linken Kontakt kann A mit kontrollierter Höhe und Länge zur Mitte stabilisieren. A ordnet die Position; Bs nächste zentrale Antwort wird dann ruhiger erreicht. Der erzwungene harte Ball nach rechts bleibt dagegen kurz. B kommt ins Feld und setzt A erneut links außen unter Druck. Diese Folge ist ein konkreter Fehlversuch, keine garantierte Wirkung jedes harten Balls.

Vom kürzeren seitlichen Kontakt kann A kontrolliert lang diagonal oder zur Mitte zurückspielen. In den gezeigten gelungenen Ausführungen erreicht B den Ball hinten, während A wieder nach innen kommt. Erst die folgende Antwort zeigt As ruhigeren Kontakt: nach cross links an der Grundlinie, nach dem Mittelball zentral. Der Punkt bleibt in beiden Fällen offen.

Alle gezeigten Schlagankünfte enthalten einen Aufsprung vor dem Kontakt, auch der Aufschlag. Die Draufsicht zeigt Raum und Bewegung; die im Text beschriebene Höhe ist keine gemessene Flugkurve. Links und rechts bezeichnen Bildseiten, keine Vorhand oder Rückhand. Gegen einen nachrückenden Aufschläger wäre eine andere Aufgabe zu lösen.

Zwei druckvolle Folgeballlagen

B spielt tief in deine linke Hälfte

B spielt kürzer und seitlich nach links

Hinten links erst die eigene Lage stabilisieren

Mit kontrollierter Höhe und Länge zur Mitte verteidigen: Du verlangst aus dem bedrängten Kontakt keinen sofortigen Gegenangriff. Die gelungene Länge gibt dir hier Zeit zum Ordnen; danach erreichst du Bs nächste Antwort ruhiger. B kann auch einen langen Ball früh spielen. Prüfe die tatsächliche nächste Antwort, bevor du die Lage neutral nennst.

Mit hartem Richtungswechsel nach rechts sofort angreifen: Der Angriff verlangt mehr Kontrolle, als der tiefe bedrängte Kontakt hier hergibt. Im gezeigten Versuch bleibt dein Ball kurz, und B setzt den Druck mit der nächsten Antwort fort. Nicht jede Richtungsänderung ist falsch. Riskant ist der erzwungene Angriff aus dieser Lage; ein verlorener Punkt wird nicht vorgegeben.

Den kürzeren Winkelball kontrolliert beantworten

Kontrolliert lang diagonal spielen und nach innen kommen: Du nutzt eine große diagonale Zielzone. Im Beispiel gelingt die Länge, B muss nach rechts zur Grundlinie und du ordnest deine Position für die nächste Antwort. Der Rückweg richtet sich auch nach Bs neuem Treffpunkt. Ein bloß diagonal gespielter, aber kurzer Ball hätte weniger Entlastung gebracht.

Tief zur Mitte verteidigen, wenn du die Richtung kontrollierst: Die zentrale Antwort kann aus diesem seitlichen Kontakt ebenfalls passen. Hier gelingt sie mit Länge und du erreichst Bs nächste zentrale Antwort stabiler. B muss wenig seitlich laufen. Wähle diese Richtung nicht allein deshalb, weil die Mitte als sicher gilt.

Ein Return im Feld beendet die Abwehrarbeit nicht automatisch. Bereite Bs ersten Schlag nach dem Aufschlag vor und wähle deinen nächsten Ball nach der neuen Lage – auch wenn du noch einmal verteidigen musst.

  • SituationFolgeball nach defensivem Return
  • ZielWieder kontrolliert mitspielen
  • Für wen?Vereinsspieler

Nach dem Return die Lage erneut lesen

Im Beispiel bringt A einen schnellen Außenaufschlag kontrolliert tief zur Mitte zurück. Dieser Return gelingt, doch A ist noch auf dem Weg nach innen. B steht an der Grundlinie und kann den nächsten Ball weiter druckvoll spielen. Der gute Return ist deshalb ein Anfang, kein Beweis für einen ausgeglichenen Ballwechsel.

Bs erster Schlag nach dem Aufschlag wird oft Aufschlag-plus-eins genannt. Hier untersuchst du deine Antwort darauf: Musst du hinten links verteidigen, oder zieht B dich kürzer und seitlich nach links? Ein kürzerer Ball ist kein Angriffsball, wenn du ihn nur gestreckt und unter Zeitdruck erreichst.

R5 beginnt bewusst mit einem vorgegebenen defensiven Return. Die Returnrichtung selbst ist nicht die Hauptentscheidung. Beobachte Bs nächsten Treffpunkt, beginne deine Rückbewegung und entscheide am neuen Ball über die passende Stabilisierung.

Bereit werden, bevor B den nächsten Ball schlägt

Sobald dein Return gespielt ist, nutze die verfügbare Zeit für eine Position, aus der du auf Bs Möglichkeiten reagieren kannst. Sie hängt auch davon ab, wo B den Return trifft. Bleibe nicht draußen stehen, nur weil dein Ball im Feld gelandet ist.

Zum gegnerischen Treffmoment hilft ein kleiner Bereitschaftssprung, in die neue Richtung zu starten. Das bedeutet nicht, erst eine ideale Mittelposition erreichen zu müssen. Werde auch unterwegs reaktionsbereit und richte den nächsten Laufweg nach dem tatsächlich ankommenden Ball aus.

Die Entlastung am nächsten Kontakt überprüfen

Unter erneutem Druck darf dein nächster Schlag weiter eine Abwehr sein. Eine kontrollierte längere Antwort kann dir Zeit geben, die Position zu ordnen. Dafür müssen Flugkurve und Länge tatsächlich gelingen; eine zentrale Richtung allein macht B nicht ungefährlich.

Wenn du Bs anschließenden Ball ohne eine erneute Notbewegung erreichst, bist du stabiler im Ballwechsel. Das ist noch keine automatische Angriffschance. Trifft B deine Abwehr früh oder findet wieder eine schwierige Richtung, bleibt die Aufgabe defensiv.

Den Return nicht als letzten Übungsschlag behandeln

Übt zu zweit und beginnt mit einem erreichbaren Aufschlag. A returniert defensiv, B spielt den nächsten Ball, A antwortet und B spielt noch einmal zurück. Erst an As folgendem Kontakt besprecht ihr, ob die Lage ruhiger geworden ist.

Markiert große tiefe Zielbereiche. B soll die Folgeballlagen kontrolliert anbieten können; verringert Tempo oder seitlichen Abstand, wenn A nur unkontrolliert hinterherläuft. Wechselt regelmäßig Rollen und Aufschlagseite.

  1. Eine feste Folge bis zur Stabilisierung spielen: B kündigt den Aufschlag und den anschließenden langen Ball an. A returniert kontrolliert, beantwortet auch Bs nächsten Schlag mit Länge und bereitet den folgenden Kontakt vor. Bewertet die gewonnene Kontrolle, nicht einen Winner.
  2. Länge und seitlichen Druck unterscheiden: B wählt nach dem defensiven Return zwischen dem tiefen und dem kürzeren seitlichen Folgeball. A liest den neuen Kontakt und wählt eine kontrollierbare Abwehr. Die kürzere Antwort darf nicht allein wegen ihrer Länge zum Angriffsauftrag werden.
  3. Die ganze Returnfolge frei lösen: B variiert Aufschlag und Folgeball im vereinbarten erreichbaren Bereich; anschließend spielt ihr den Punkt aus. A darf die Initiative erst übernehmen, wenn der tatsächliche nächste Ball und die Balance es zulassen. Besprecht zusätzlich zum Punktstand, ob und wann A aus der erneuten Abwehr herauskam.

Woran die Stabilisierung scheitern kann

  • Du schaust deinem Return zu. Nutze seine Flugzeit für die nächste Position.
  • Du behandelst Bs kürzeren Winkelball wie einen leichten Angriff. Prüfe auch Reichweite, Höhe und Balance.
  • Du willst den nächsten Ball unbedingt hart spielen, um die Defensive sofort zu beenden. Wähle zuerst eine kontrollierbare Flugkurve und ein ausreichend großes Ziel.
  • Du erklärst den Ballwechsel schon nach deinem langen Schlag für neutral. Prüfe, wie du Bs nächste Antwort wirklich erreichst.
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