Ballpersonen beziehungsweise Ballkinder unterstützen bei Tennisturnieren den Matchablauf, indem sie Bälle aufnehmen, bereithalten und nach dem vorgesehenen Protokoll an die Spieler weitergeben. Die älteren Bezeichnungen Ball Boy, Ball Girl, Balljunge und Ballmädchen sind weiterhin verbreitete Suchbegriffe; aktuelle Regelwerke verwenden zunehmend die neutrale Form „Ballpersons“.
Während eines Ballwechsels bleiben Ballpersonen außerhalb des Spiels und vermeiden störende Bewegungen. Zwischen den Punkten sammeln und verteilen sie die Bälle so, dass möglichst wenig Zeit verloren geht. Je nach Veranstaltung können weitere festgelegte Aufgaben hinzukommen. Ob dazu beispielsweise der Umgang mit Handtüchern gehört, entscheidet das jeweilige Turnierprotokoll und ist keine weltweit einheitliche Regel.
Bei größeren Veranstaltungen werden die Abläufe vor dem Einsatz eingeübt. Aufmerksamkeit und Abstimmung sind wichtig, weil ein zu früh gerollter Ball oder eine Bewegung im laufenden Punkt den Spielbetrieb beeinträchtigen kann.
Ballpersonen treffen keine Linien-, Punkt- oder Regelentscheidungen und übernehmen damit keine Schiedsrichterfunktion. Auch Zahl, Positionen, Mindestalter, Auswahl und Vergütung sind veranstaltungsabhängig. Im Vereins- und Breitensport werden viele Matches vollständig ohne Ballkinder gespielt; die Spieler kümmern sich dann selbst um die Bälle. Die Rolle erleichtert den organisierten Ablauf, ist aber keine Voraussetzung für ein regelgerechtes Tennismatch.