Regeln & Zählweise · Tennislexikon

Changeover im Tennis

Changeover bedeutet im Tennis Seitenwechsel: Die Spieler wechseln die Platzseiten nach dem ersten, dritten und jedem weiteren ungeraden Spiel eines Satzes. Der englische Begriff wird häufig zugleich für die kurze Unterbrechung am Stuhl verwendet. Regeltechnisch sind der Wechsel der Seiten und eine Ruhepause jedoch nicht dasselbe.

Nach dem ersten Spiel eines Satzes wird ohne Pause gewechselt. Bei den späteren regulären Changeovers sind höchstens 90 Sekunden vorgesehen. Eine Satzpause darf höchstens 120 Sekunden dauern. Endet ein Satz nach einer geraden Zahl von Spielen, wechseln die Spieler erst nach dem ersten Spiel des folgenden Satzes die Seiten; bei einer ungeraden Zahl erfolgt der Wechsel bereits am Satzende.

Auch im Standard-Tie-Break gelten eigene Abläufe. Dort wird nach jeweils sechs gespielten Punkten gewechselt, aber ohne die normale Changeover-Ruhepause. Genehmigte alternative Zählweisen können davon abweichen. Deshalb sollte die allgemeine Aussage „nach jedem Changeover gibt es 90 Sekunden Pause“ vermieden werden.

Der Seitenwechsel gleicht Bedingungen wie Sonne, Wind oder Platzgefälle regelmäßig aus. Er ist aber keine zusätzliche taktische Auszeit und darf den vorgeschriebenen kontinuierlichen Spielablauf nicht beliebig verlängern. Eine vollständige Einordnung der Wechselfolgen, Pausen und Sonderfälle bietet der Ratgeber zum Seitenwechsel im Tennis.

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