Einstand bezeichnet im Tennis den Gleichstand bei 40:40 innerhalb eines Spiels. Beide Seiten haben zu diesem Zeitpunkt jeweils drei Punkte gewonnen. In der englischen Zählweise lautet die Ansage „Deuce“. Der Begriff betrifft die Spielzählung; mit einem Gleichstand im Satz oder Tiebreak ist er nicht gleichzusetzen.
Im Standardspiel muss eine Seite nach dem Einstand zwei Punkte unmittelbar nacheinander gewinnen. Der erste davon führt zum Vorteil. Gewinnt dieselbe Seite auch den folgenden Ballwechsel, ist das Spiel entschieden. Geht dieser Punkt dagegen an die Gegenseite, lautet der Spielstand erneut Einstand. Diese Folge kann sich beliebig oft wiederholen, solange niemand zwei Punkte Vorsprung erreicht.
Ein kurzes Beispiel zeigt den Ablauf: Auf 40:40 folgen Vorteil Aufschläger, Einstand, Vorteil Rückschläger und anschließend der Spielgewinn für den Rückschläger. „Vorteil“ ist damit kein neuer Zahlenstand, sondern die Führung um einen Punkt nach Einstand.
Abweichend davon kann ein Wettbewerb das No-Ad-Format verwenden. Auch dort wird beim Stand von jeweils drei Punkten zunächst Deuce angesagt; anschließend entscheidet jedoch ein einziger Punkt über das Spiel. Die Vorteilsschleife entfällt also, nicht der Gleichstand selbst. Welches Zählformat gilt, richtet sich nach der jeweiligen Ausschreibung beziehungsweise Wettbewerbsordnung.