Forehand Spin bezeichnet die Rotation, die einem Vorhandschlag mitgegeben wird. Im üblichen Tennisgebrauch ist damit meist eine Vorhand mit Topspin, also Vorwärtsdrall, gemeint. Der Ausdruck ist jedoch kein einheitlich normierter Name für eine eigene Schlagart und kann sprachlich auch andere Rotationsanteile einschließen.
Bei Topspin beeinflusst die Vorwärtsrotation die Luftströmung so, dass der Ball trotz eines höheren Netzabstands wieder ins Feld absinken kann. Nach dem Aufsprung bewegt er sich häufig dynamischer nach vorn und springt höher als ein vergleichbar getroffener flacher Ball. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt nicht nur von der Rotationsrate ab, sondern auch von Tempo, Flugkurve, Auftreffwinkel und Platzbelag.
Mehr Spin ist nicht automatisch besser. Spieler können die Rotation nutzen, um Höhe, Länge, Winkel und Absprung zu variieren; je nach Situation kann eine flachere Vorhand sinnvoller sein. Der Ausdruck legt keine Mindestrotation fest. Auch Slice- oder seitliche Rotationsanteile sind bei einer Vorhand möglich. Der allgemeine Begriff Topspin erklärt die Vorwärtsrotation unabhängig von der Schlagseite.
Forehand Spin verbindet damit zwei Ebenen: die Vorhand als Schlagseite und Spin als Ballrotation. Griffwahl, Schlägerweg, Trefffenster und praktische Fehlerkorrekturen behandelt die vertiefende Anleitung zur Topspin-Vorhand.