Turnier & Wettbewerb · Tennislexikon

Grand Slam im Tennis

Grand Slam bezeichnet im Tennis streng genommen den Gewinn aller vier Major-Titel in derselben Disziplin innerhalb eines Kalenderjahres. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Ausdruck zugleich für die vier Grand-Slam-Turniere verwendet: Australian Open, Roland-Garros, Wimbledon und US Open.

Wer etwa alle vier Einzelkonkurrenzen in einem Jahr gewinnt, erreicht den Kalender-Grand-Slam im Einzel. Titel aus unterschiedlichen Disziplinen – beispielsweise Einzel und Doppel – werden dafür nicht miteinander kombiniert. Auch die vier Turniere selbst sind nicht mit ATP- oder WTA-Events gleichzusetzen; sie bilden eine eigene, besonders bedeutende Turnierkategorie. Ihre Stellung im Profisystem erläutert der Überblick zur Turnierstruktur im Profitennis.

Von dieser Kalenderleistung ist der Career Grand Slam zu unterscheiden. Er liegt vor, wenn ein Spieler die vier Majors im Verlauf seiner Karriere gewinnt, also nicht zwingend im selben Jahr. Ein Non-Calendar-Year Grand Slam umfasst dagegen vier aufeinanderfolgende Major-Titel über zwei Kalenderjahre hinweg.

Die doppelte Verwendung des Begriffs erklärt Formulierungen wie „ein Grand-Slam-Turnier spielen“ und „den Grand Slam gewinnen“. Im ersten Fall ist eines der vier Majors gemeint, im zweiten die vollständige Viererserie in einem Kalenderjahr. Preisgelder, Ranglistenpunkte und Wettbewerbsformate können je nach Turnier, Disziplin und Saison variieren, ohne die Bedeutung des Begriffs zu verändern.

LK-Rechner LK-Rechner nach DTB-Regelwerk Berechne einzelne Matches oder plane Turniere mit mehreren Spielen – übersichtlich, schnell und tennisnah. LK-Planung starten