Knock-up bezeichnet im Tennis das kurze Einspielen mit Ball und Schläger unmittelbar vor einem Match. Der Ausdruck ist vor allem im britischen Englisch gebräuchlich. Die Spieler schlagen sich auf dem Matchplatz kontrollierte Bälle zu, bevor der erste offizielle Punkt beginnt.
Diese Phase soll beiden Seiten ermöglichen, sich auf Ballflug, Platz, Licht und weitere Bedingungen einzustellen. Üblicherweise werden zunächst Grundschläge und anschließend Volleys, Schmetterbälle und Aufschläge eingespielt. Punkte werden dabei nicht gezählt. Der Knock-up ist kein Trainingssatz und dient auch nicht dazu, einen Gegner mit maximalem Tempo unter Druck zu setzen. Im Vordergrund steht ein faires, zweckmäßiges Einspielen.
Vom allgemeinen Warm-up ist der Begriff abzugrenzen. Zum körperlichen Aufwärmen gehören beispielsweise Mobilisation, Laufbewegungen und vorbereitende Übungen, die schon vor dem Betreten des Matchcourts stattfinden können. Der Knock-up meint enger das gemeinsame Schlagen auf dem Platz. In offiziellen Regeln wird dafür meist der allgemeinere Begriff „warm-up“ verwendet; Dauer und genauer Ablauf richten sich nach dem jeweiligen Wettbewerb.
Mit dem Ende des Knock-ups beginnt das Match. Erst dann zählen die gespielten Punkte zum Ergebnis. Der Begriff beschreibt somit eine klar begrenzte Vorbereitungsphase und weder eine eigene Schlagtechnik noch ein besonderes Spielformat.