Platz & Material · Tennislexikon

Matchball im Tennis

Ein Matchball ist ein Punkt, mit dessen Gewinn ein Spieler oder Doppel das gesamte Match für sich entscheiden würde. Die englische Bezeichnung lautet Match Point. Ob die Seite mit Matchball selbst aufschlägt oder den Aufschlag des Gegners returniert, ist für den Begriff unerheblich.

Ein Matchball kann in einem regulären Game, einem Tiebreak oder einem Match Tiebreak entstehen. Führt ein Spieler beispielsweise im letzten benötigten Satz 5:4 und 40:30, besitzt er einen Matchball, sofern der Gewinn des nächsten Punktes das entscheidende Game und damit das Match beendet. Bei größerem Vorsprung können mehrere Matchbälle nacheinander vorliegen.

Der Ausdruck beschreibt nur die aktuelle Möglichkeit zum Matchgewinn. Verliert die führende Seite den Punkt, ist der Matchball abgewehrt und das Spiel geht entsprechend dem Punktestand weiter. Daraus kann sofort ein weiterer Matchball entstehen, zunächst ein Gleichstand folgen oder der Gegner selbst die Führung übernehmen. Eine besondere Wertung erhält der Punkt nicht.

Vom Satzball unterscheidet sich der Matchball durch seine Reichweite. Ein Satzball beendet bei erfolgreicher Verwertung den Satz, aber nicht zwangsläufig das Match. Ein Matchball entscheidet immer den gesamten Wettbewerb zwischen den beteiligten Spielern oder Doppeln. In einem regulär ausgespielten entscheidenden Satz ist er zugleich ein Satzball; bei einem Ersatzformat wie dem Match Tiebreak richtet sich die Ergebnisdarstellung nach dem Wettbewerb.

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