Begriffe & Taktik · Tennislexikon

Wheelchair Tennis – Rollstuhltennis

Wheelchair Tennis ist die internationale Bezeichnung für Rollstuhltennis. Es wird auf einem regulären Tennisplatz mit den üblichen Feldmaßen, Netzhöhen, Schlägern und Bällen gespielt. Grundlegende Zählweise und Matchstruktur entsprechen dem Tennis ohne Rollstuhl; gezielte Regelanpassungen berücksichtigen die Fortbewegung mit dem Sportrollstuhl.

Die bekannteste Besonderheit ist die Zwei-Bounce-Regel. Ein Rollstuhltennisspieler darf den Ball zweimal aufspringen lassen und muss ihn vor dem dritten Bodenkontakt zurückspielen. Nur der erste Aufsprung muss innerhalb des gültigen Feldes liegen; der zweite darf auch außerhalb der Spielfeldbegrenzung erfolgen.

Der Rollstuhl gilt regeltechnisch als Teil des Körpers. Für Aufschlag und Fortbewegung bestehen weitere Bestimmungen, die im vollständigen Regelwerk geregelt sind. Spielen ein Rollstuhlfahrer und ein nicht behinderter Spieler miteinander, gelten für beide jeweils ihre vorgesehenen Bounce-Regeln: zwei erlaubte Aufsprünge für den Rollstuhlspieler und einer für den anderen Teilnehmer.

Wheelchair Tennis ist keine vereinfachte Tennisübung, sondern eine eigenständige Wettkampfform mit internationalem Turniersystem und paralympischem Status. Im Wettkampfsport bestehen unterschiedliche Klassifikationen, darunter Open und Quad. Der Begriff bezeichnet den gesamten Sport. Die Zwei-Bounce-Regel ist seine sichtbarste Abweichung, darf aber nicht als einzige organisatorische oder klassifikatorische Besonderheit missverstanden werden.

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