Turnier & Wettbewerb · Tennislexikon

Zero Pointer im Tennis

Zero Pointer bezeichnet im ATP-Ranglistensystem ein mit null Punkten geführtes Ergebnis beziehungsweise eine Nullwertung, die im Ranking-Breakdown eines Spielers berücksichtigt werden muss. Der Begriff ist vor allem mit vorgeschriebenen Turnierergebnissen und Ranglistenstrafen verbunden, nicht allgemein mit jedem Turnier, bei dem ein Spieler keine Punkte gewinnt.

Nach den jeweils gültigen ATP-Regeln können Nullwertungen beispielsweise entstehen, wenn ein für das Ranking relevantes Pflichtturnier trotz entsprechender Aufnahme in das Hauptfeld nicht gespielt wird oder eine vorgesehene Rückzugsregel eine Zero-Point-Penalty auslöst. Für bestimmte ATP-500-Verpflichtungen und längere verletzungsbedingte Ausfälle bestehen eigene Ersatz- oder Ausnahmeregeln.

Ein Erstrundenaus mit null erspielten Ranglistenpunkten ist deshalb nicht automatisch im engeren Sinn ein Zero Pointer. Ebenso sind No Show, Walkover und Retired eigenständige Turnierbegriffe; ob daraus eine Nullwertung oder Strafe folgt, hängt von Wettbewerb, Status und aktueller Ranglistenregel ab.

Zero Pointer ist kein universell identischer Begriff für ATP, WTA, ITF, Jugendranglisten und deutsche Leistungsklassen. Die Systeme besitzen unterschiedliche Wertungsregeln, die sich zudem ändern können. Für einen konkreten Fall ist daher stets das aktuelle Regelwerk der zuständigen Organisation maßgeblich. Der Lexikoneintrag erklärt die ATP-bezogene Grundbedeutung, nicht jede mögliche Sanktions- und Ersatzkonstellation.

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