Mit einem Winkelball kannst du B nach außen bewegen. Damit ist der freie Platz aber nicht nur auf Bs Seite wichtig: Du musst dich auch auf die Gegenrichtungen in dein eigenes Feld vorbereiten.
Den Winkel mit der eigenen nächsten Position verbinden
Der Ausgangsball kommt kurz in deine rechte Hälfte. Du erreichst ihn früh genug im Feld, stehst kontrolliert und kannst einen Winkel mit Reserve zur Seitenlinie spielen. B steht zunächst zentral an der Grundlinie. Das ist die konkrete Gelegenheit dieses Beispiels; aus einem späten oder gestreckten Kontakt musst du den Winkel nicht erzwingen.
Ein gelungener Winkel zieht B nach links außen. Von dort kann B trotzdem diagonal in deine rechte Hälfte oder entlang der Linie nach links zurückspielen. Deine Anschlussposition soll diese Möglichkeiten berücksichtigen. Bleibst du am eigenen Treffpunkt stehen, wird der freie Raum auf deiner Seite schnell zur Aufgabe für dich.
Hier bleibst du im Grundlinienspiel und ordnest nach dem kurzen Ball wieder deine Position. Ein geplanter Netzangriff mit erstem Volley ist eine andere Fortsetzung. Ebenso wenig geht es nur darum, nach jedem Winkel automatisch die freie Gegenseite anzugreifen: Erst Bs wirkliche Antwort entscheidet über deinen nächsten Ball.
Nicht jeder kurze Ball verlangt den größten Winkel
Wähle einen Zielbereich, den du aus dem tatsächlichen Kontakt kontrollieren kannst. Ein etwas längerer diagonaler Ball kann sinnvoller sein, wenn du den kürzeren Winkel nicht sicher dosieren kannst. Die Wirkung hängt davon ab, wo B steht und wie gut B den Ball erreicht.
Wird B wirklich nach außen bewegt, beobachte die Antwort weiter. Freier Platz ist eine Möglichkeit für den nächsten Schlag, noch kein Auftrag zum sofortigen Richtungswechsel. Eine tiefe oder schnelle Antwort kann dich zunächst wieder zu einem kontrollierten Ball zwingen.
Den Gegenwinkel nicht aus den Augen verlieren
Nach dem Schlag bewegst du dich aus der rechten Innenposition wieder in eine Bereitschaft für Bs neue Möglichkeiten. Im Beispiel liegt sie leicht rechts der Mitte. Sie ist keine feste Markierung für jeden Winkel: Bs Treffpunkt, deine Ballqualität und die verfügbare Zeit können eine andere Position verlangen.
Die diagonale Antwort kann einen größeren seitlichen Winkel öffnen; die Antwort entlang der Linie bleibt ebenfalls möglich. Versuche nicht, eine der beiden Richtungen vollständig zu erraten. Beobachte B beim Rückweg und werde ungefähr zum gegnerischen Treffmoment startklar.
Öffnen und den eigenen Raum mittrainieren
Übt zu zweit. B spielt einen kontrollierbaren kurzen Ball auf As rechte Seite. A wählt eine große Winkelzone und bewegt sich nach dem Schlag wieder in eine passende Bereitschaft. B muss den Winkel erreichen können; markiert zunächst keine knappen Linienziele.
Bewertet den Winkel und die Anschlussbewegung getrennt. Eine Wiederholung endet nicht beim seitlich laufenden B, sondern schließt Bs Antwort und As nächsten Schlag ein. Reduziert Tempo und seitliche Entfernung, wenn die Spieler die Aufgabe nicht mehr kontrolliert lösen.
- Winkel und Rückbewegung verbinden: B kündigt nach dem Winkel eine gut erreichbare Crossantwort an. A spielt aus dem kurzen Ball kontrolliert nach links, ordnet die Position und beantwortet den nächsten Ball. Prüft, ob die Bewegung nach dem eigenen Kontakt beginnt statt erst nach Bs Schlag.
- Die Gegenrichtung offenlassen: B darf nach dem Winkel diagonal oder entlang der Linie zurückspielen. A beobachtet B, wird zum Treffmoment bereit und reagiert auf die tatsächliche Richtung. Der Rückweg soll die beiden Möglichkeiten vorbereiten, nicht eine feste Antwort erraten.
- Winkel und längere Alternative frei wählen: B variiert den Startball im gut erreichbaren Bereich. A wählt zwischen kontrolliertem Winkel und längerem diagonalen Ball; danach spielt ihr den Punkt aus. Bewertet, ob Zielwahl und eigene Absicherung zusammenpassen. Ein Winkel zählt nicht schon als gelungenes Muster, wenn A anschließend unvorbereitet ist.
Fehler, die den gewonnenen Raum wieder kosten
- Du wählst den Winkel nur, weil der Ball kurz ist. Prüfe auch deine Balance und Bs Position.
- Du willst die Seitenlinie treffen. Wähle zunächst eine Zone mit sichtbarer Reserve.
- Du schaust dem gelungenen Winkel nach. Ordne deine Position, während B zum Ball läuft.
- Du deckst nur die erwartete Crossantwort ab. Die Richtung entlang der Linie bleibt möglich.
- Du wechselst die Richtung automatisch zur freien Seite. Entscheide erst am neuen Kontakt, ob du das kontrollieren kannst.