Spielzüge im Tennis

Mit Crossbällen Raum öffnen

Ein kontrollierter Crosswinkel kann B aus der Mitte ziehen. Hier übst du, den Raumgewinn zu erkennen und erst nach der nächsten Antwort über den Angriff zu entscheiden.

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Raum öffnen und die Antwort lesen – auch ohne Animation

B spielt einen gut erreichbaren Ball auf As rechte Seite. A kann einen kontrollierten Crosswinkel, einen tieferen Crossball oder einen zu engen Winkel vergleichen. Nur beim gelungenen Winkel läuft B im dargestellten Ablauf deutlich nach links außen. Der Aus-Versuch endet am tatsächlichen Aufsprung außerhalb des Einzelfelds.

Nach dem gelungenen Winkel zeigt die kürzere Antwort A wieder innerhalb der Grundlinie, während B noch links zurückläuft. Die tiefe Antwort bewegt A zurück zur Grundlinie und lässt B näher an die Mitte kommen. Wähle die nächste Richtung aus dieser neuen Lage. Die angezeigten Folgen sind konkrete Lernbeispiele, keine Vorhersagen für jeden Schlag.

Aus der stabilen Ausgangslage Raum vorbereiten

Wie möchtest du B aus der Mitte bewegen?

  • Empfohlen: Einen kontrollierten Crosswinkel mit Linienabstand spielen Du stehst etwas im Feld und gut zum Ball. Der dosierte Winkel kann B seitlich aus der Mitte ziehen. Du wählst ein erreichbares Ziel innerhalb der Linie, nicht den größtmöglichen Winkel um jeden Preis. Trade-off: Beobachte danach Bs tatsächlichen Ball. Der Winkel allein garantiert keine schwache Antwort.
  • Möglich: Tief cross in die linke Hälfte spielen Ein tiefer Crossball kann passen, wenn du zunächst eine gut kontrollierbare Länge wählst. B wird weniger weit nach außen bewegt als mit dem kürzeren Winkel. Trade-off: Die Fortsetzung bleibt offen; du musst nicht aus jeder guten Treffposition sofort maximal Raum gewinnen.
  • Riskant: Den Winkel ohne Abstand zur Seitenlinie überziehen Du versuchst, B mit einer besonders knappen Richtung aus dem Feld zu ziehen. Im dargestellten Versuch landet der Ball seitlich draußen, bevor eine neue Chance entstehen kann. Trade-off: Der eingezeichnete Punkt zeigt den tatsächlichen Aufsprung im Aus, nicht die beabsichtigte Zielzone.

Nach der kürzeren Antwort

Du stehst sicher, B ist noch links. Wie spielst du weiter?

  • Empfohlen: Mit Reserve in die freie rechte Hälfte spielen Der kürzere Ball, dein kontrollierter Treffpunkt und Bs linke Position passen zusammen. Du kannst die rechte Hälfte nutzen, ohne direkt auf die Linie oder mit maximalem Tempo zu spielen. Trade-off: Rechne mit einem weiteren Ball. Im Beispiel erreicht B deinen Schlag noch.
  • Möglich: Die große tiefe Mitte anspielen Die Mitte ist eine kontrollierte Alternative, wenn dir die seitliche Platzierung aus diesem Treffpunkt noch nicht sicher genug gelingt. Du gibst damit einen Teil des möglichen seitlichen Drucks auf. Trade-off: B erreicht die Mitte schneller als die entfernte rechte Hälfte.
  • Riskant: Ohne Linienabstand auf den direkten Abschluss zielen Ein großes freies Feld ist kein Grund, die Zielzone auf einen Linienball zu verkleinern. In der gezeigten Folge verfehlt dein Abschluss die rechte Einzellinie. Trade-off: Der Aus-Ball ist ein mögliches Ergebnis des knappen Ziels, kein Beweis, dass jeder solche Schlag misslingt.

Nach der tiefen Antwort

Der Ball kommt tief und B erholt sich. Was passt jetzt?

  • Empfohlen: Tief cross bleiben und die nächste Chance aufbauen Du passt den Plan an die lange Antwort an. Ein kontrollierter Crossball lässt dich im Ballwechsel bleiben, während du deine Position wieder ordnest. Trade-off: Auch dein Crossball braucht eine passende Länge und Reserve über dem Netz.
  • Möglich: Mit kontrollierter Länge durch die Mitte spielen Die große tiefe Mitte kann passen, wenn sie aus deinem Treffpunkt gut erreichbar ist. Du verzichtest auf den erzwungenen Richtungswechsel, bewegst B aber wenig seitlich. Trade-off: Bleibt dein Ball kurz, kann B auch aus der Mitte Druck machen.
  • Riskant: Den geplanten Wechsel nach rechts trotzdem erzwingen Du entscheidest nach der vorherigen Öffnung, obwohl der neue Ball tief ist und B bereits zurückläuft. Im Versuch fehlt deinem Wechsel die Länge; B kommt ins Feld und dreht den Druck um. Trade-off: Die schlechte Folge entsteht aus dem hier unpassenden Versuch, nicht aus einem pauschalen Verbot von Longline.

Raum öffnen und Raum nutzen sind zwei verschiedene Aufgaben. Zuerst brauchst du einen Winkel, den du aus deiner Position kontrollieren kannst. Danach zählen der zurückkommende Ball und eure neuen Positionen. Ein guter Crossball verpflichtet dich nicht dazu, den nächsten Ball auf die freie Seite zu schlagen.

  • SituationGrundlinienwechsel
  • ZielRaum öffnen
  • Für wen?Vereinsspieler

Wann ist der Winkel eine sinnvolle Vorbereitung?

Du erreichst den Ball rechtzeitig, stehst kontrolliert und kannst ihn mit Abstand zur Linie diagonal platzieren. Schau dabei, ob du B wirklich seitlich bewegen kannst. Kommt der Ball tief oder unter Zeitdruck, musst du den Winkel nicht erzwingen.

A spielt unten und beginnt rechts, B oben in der Mitte. Im Beispiel lässt sich der erste Ball gut erreichen. Nach dem gelungenen Winkel vergleichst du zwei Antworten: kürzer und für A gut nutzbar oder tief mit weniger Zeit. Die linke und rechte Platzhälfte stehen nicht automatisch für Vorhand und Rückhand.

Winkelspiel soll etwas verändern

Ein Crossball fliegt diagonal auf die andere Platzhälfte. Beim Winkelspiel möchtest du B zusätzlich seitlich bewegen. Die passende Richtung hängt davon ab, wo du den Ball triffst und welche Länge du kontrollieren kannst. Ein flacher Schlag mit viel Tempo ist dafür keine Pflicht.

Im Beispiel kommst du rechts etwas ins Feld. Dein Ball springt links noch innerhalb der Einzellinie auf und läuft danach nach außen weiter. Vergleiche das mit dem tiefen Crossball: Nicht allein der anvisierte Punkt zählt, sondern auch, wo B den Ball tatsächlich erreicht. Die Zeichnung stellt eine Lernsituation dar und berechnet keine Flugbahn oder Erfolgschance.

Der nächste Ball entscheidet über den freien Raum

Nach dem Winkel lohnt sich ein zweiter Blick: Wie kommt der Ball zurück, wo erreichst du ihn und wie weit ist B schon zurückgelaufen? In der kürzeren Variante stehst du wieder im Feld und B bleibt links. In der tiefen Variante musst du zurück, während B seine Position verbessert. Derselbe vorbereitende Winkel führt deshalb nicht zu demselben nächsten Schlag.

Winkelspiel kann auch B neue Richtungen eröffnen. Bereite nach deinem Schlag eine Position vor, aus der du auf beide Seiten reagieren kannst. Die Markierung rechts der Mitte gehört zum gezeigten Crosswinkel, nicht zu jedem Ballwechsel. Du läufst weder blind in die genaue Platzmitte noch vorsorglich schon zum erwarteten Angriffsball.

So übt ihr Raumgewinn und die nächste Entscheidung

Übt zu zweit: B spielt von der Grundlinie zu, A beginnt auf der gegenüberliegenden rechten Hälfte. Markiert eine ausreichend große Winkelzone innerhalb der linken Einzellinie und eine tiefe Zielzone auf der anderen Seite. Verwendet flache Markierungen außerhalb der Laufwege und beginnt mit einem Tempo, bei dem ihr den nächsten Ball noch beobachten könnt. Wechselt nach einer vereinbarten kurzen Serie die Rollen und übt später spiegelverkehrt.

Sprecht nach jeder Serie kurz über drei Beobachtungen: Hat A den Ball kontrolliert erreicht? Wohin musste B laufen? Hat As nächste Wahl zum zurückkommenden Ball gepasst? Geht erst weiter, wenn ihr die aktuelle Aufgabe wiederholt kontrolliert lösen könnt. Die Trainingspunkte unten sind eine vereinbarte Übungswertung, kein anderes Tennis-Zählsystem.

  1. Den dosierten Winkel kennenlernen: B spielt denselben gut erreichbaren Ball auf As rechte Seite. A spielt cross in die breite Winkelzone und bereitet seine nächste Position vor. B läuft zum Ball und spielt kontrolliert zurück; A fängt nicht schon an, den Punktgewinn zu feiern. Prüft zuerst Aufsprung und Bs Treffposition, ohne einen zweiten Angriffsball vorzugeben.
  2. Zwei angekündigte Antworten vergleichen: Nach As gelungenem Winkel sagt B vor seiner Antwort an, ob der Ball kürzer oder tief kommen soll. A entscheidet nach dem tatsächlich ankommenden Ball: Die freie Seite darf aus stabilem Treffpunkt genutzt werden, bei tiefer oder schwierig erreichbarer Antwort wird kontrolliert weitergespielt. Misslingt Bs angesagte Länge, gilt der echte Ball und nicht die Ansage.
  3. Ohne Ansage auf Ball und Rückweg reagieren: B variiert Länge und Rückbewegung ohne Vorankündigung. A liest beides und wählt eine passende Fortsetzung. Vergebt einen Trainingspunkt, wenn A seine Wahl anhand von Ball, eigener Position und Bs Rückweg nachvollziehbar erklären kann – auch wenn ein gut gewählter Schlag anschließend misslingt. Ein gewonnener Ballwechsel allein erfüllt die Beobachtungsaufgabe nicht.
  4. Den Winkel im freien Punkt vorbereiten: Beginnt mit einem freien Grundlinienballwechsel. A darf den Winkel nur wählen, wenn der ankommende Ball und der eigene Stand dazu passen; es gibt keine feste Zahl von Crossbällen. Danach spielt ihr frei weiter. A darf die offene Seite nutzen, erneut aufbauen oder den Plan ganz aufgeben, wenn sich die Lage ändert. Tauscht anschließend die Rollen und versucht das Muster auf der anderen Seite.

Typische Fehler – und was du stattdessen beobachtest

  • Du verwechselst den weitesten Winkel mit dem besten Ball. Wähle zuerst ein Ziel, das du aus deiner tatsächlichen Treffposition kontrollieren kannst.
  • Du zählst Crossbälle und gehst danach automatisch auf die freie Seite. Entscheidend sind Bs nächster Ball und eure neuen Positionen.
  • Du schaust nur, wohin B läuft, und übersiehst den ankommenden Ball. Lies Länge und Treffpunkt mit, bevor du den nächsten Schlag festlegst.
  • Du bleibst nach deinem Winkel stehen. Bereite eine Position zwischen den möglichen Antworten vor und bleibe zum gegnerischen Treffmoment beweglich.
  • Du ordnest links und rechts automatisch Vorhand und Rückhand zu. Die Grafik zeigt Platzhälften; welche Schlagseite dort gebraucht wird, hängt unter anderem von der Spielhand ab.
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