Spielzüge im Tennis

Eine Seite anspielen und den Richtungswechsel vorbereiten

Du kannst B auf einer Seite beschäftigen, auch wenn du selbst die Platzhälfte wechselst. Hier übst du, dasselbe räumliche Ziel vorzubereiten und den Wechsel an Ball und Rückweg anzupassen.

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Eine Seite vorbereiten – auch ohne Animation

A spielt von links tief entlang der Linie in Bs linke Hälfte. B antwortet diagonal auf As rechte Seite. A entscheidet, ob dieselbe Gegnerhälfte von der neuen eigenen Position wieder angespielt wird. Der erste Ball geht also longline, der zweite zum gleichen räumlichen Ziel cross.

Nach dem erneuten Ball nach links zeigt die erste Variante eine kürzere Antwort, während B links bleibt. In der zweiten kommt der Ball ebenfalls kürzer, doch B läuft deutlich früh nach rechts. In der dritten antwortet B tief und kehrt zentraler zurück. Ein Wechsel nach rechts passt deshalb nicht in allen drei Fällen; die dargestellten Folgen sind Lernbeispiele.

Vom rechten Treffpunkt dieselbe Gegnerseite anspielen

B antwortet tief. Wie baust du von deiner neuen Position weiter auf?

  • Empfohlen: Erneut tief in Bs linke Hälfte spielen Von rechts erreichst du die gewählte linke Gegnerhälfte mit einem Crossball. Du hältst das räumliche Ziel bei, während die Schlagrichtung zu deiner neuen Position passt. Trade-off: Die nächste Antwort bleibt offen. Beobachte, ob B dort tatsächlich beschäftigt bleibt.
  • Möglich: Mit kontrollierter Länge durch die Mitte spielen Die Mitte kann passen, wenn du aus dem tiefen Ball erst Kontrolle sichern möchtest. Du schwächst damit die Seitbindung, ohne zwingend einen schlechten Ball zu spielen. Trade-off: B muss weniger seitlich reagieren; auch hier braucht dein Ball Länge.
  • Riskant: Schon jetzt den harten Wechsel nach rechts erzwingen Du wechselst aus der tiefen Treffposition allein wegen der geplanten Schlagfolge. Im Versuch bleibt dein Ball zu kurz und B bekommt eine günstigere Position. Trade-off: Eine vorher ausgewählte Seite ist kein Countdown bis zum Angriff.

Kürzerer Ball, B bleibt links

Der Treffpunkt passt und rechts ist Platz. Was wählst du?

  • Empfohlen: Mit Linienabstand in die freie rechte Hälfte wechseln Jetzt passen eigener Treffpunkt und Bs Position zum Wechsel. Du spielst in den freien Bereich, nicht auf einen möglichst knappen Punkt an der Linie. Trade-off: B kann den Ball trotzdem erreichen. Bereite deine nächste Position vor.
  • Möglich: Die linke Seite weiter kontrolliert anspielen Die bisherige Seite bleibt eine spielbare Alternative, wenn dir diese Platzierung mehr Kontrolle gibt. Du nutzt den neuen freien Raum damit weniger. Trade-off: Weiter links zu spielen ist keine Garantie, dass B danach noch kürzer antwortet.
  • Riskant: Den Wechsel ohne Abstand zur rechten Linie spielen Du machst das freie Feld unnötig zu einem knappen Ziel. In der gezeigten Folge verfehlt der Ball seitlich das Einzelfeld. Trade-off: Der tatsächliche Aus-Aufsprung zeigt eine mögliche Folge, kein sicheres Scheitern jeder engen Platzierung.

Kürzerer Ball, B läuft früh nach rechts

B deckt den geplanten Zielbereich bereits ab. Wie reagierst du?

  • Empfohlen: Kontrolliert wieder nach links gegen Bs deutlichen Rückweg spielen B ist in dieser Szene schon deutlich rechts. Ein gut kontrollierter Ball nach links lässt B die Richtung erneut ändern. Du nutzt die beobachtete Bewegung, nicht eine Vermutung über den nächsten Schritt. Trade-off: Bei nur kleiner oder noch unklarer Rückbewegung ist dieser Vorteil nicht automatisch vorhanden.
  • Möglich: Die große tiefe Mitte anspielen Die Mitte kann eine kontrollierte Alternative sein, wenn du Bs Bewegung nicht mit einer seitlichen Platzierung ausnutzen möchtest oder kannst. Trade-off: B erreicht die Mitte mit weniger Laufweg; die Länge bleibt wichtig.
  • Riskant: Den vorab geplanten harten Abschluss nach rechts beibehalten Du hältst am rechten Abschluss fest, obwohl B die Seite bereits abdeckt. Der harte Versuch bleibt hier kurz und kommt B auf dieser Seite entgegen. Trade-off: Ein günstiger eigener Treffpunkt allein macht einen bereits gedeckten Bereich nicht wieder frei.

Tiefe Antwort, B erholt sich zur Mitte

Wohin spielst du, wenn die erhoffte kürzere Antwort ausbleibt?

  • Empfohlen: Mit einem kontrollierten tiefen Crossball links weiter aufbauen Du behältst ein spielbares räumliches Ziel und passt das Tempo an den tiefen Ball an. Ob sich später ein Wechsel ergibt, wird beim nächsten Ball neu geprüft. Trade-off: Achte weiter auf Bs Antworten. Das Muster soll dich nicht für andere Lösungen blind machen.
  • Möglich: Mit tiefer Mitte zunächst Kontrolle sichern Die große zentrale Zone kann passen, wenn die Richtung aus deinem Treffpunkt gut kontrollierbar ist. Du gibst die Seitbindung für diesen Ball auf. Trade-off: B muss kaum zur Seite laufen; ein kurzer Ball könnte die Lage gegen dich drehen.
  • Riskant: Nach der festgelegten Ballzahl trotzdem hart nach rechts wechseln Du begründest den Abschluss mit den bisherigen Schlägen statt mit dem neuen Ball. Im Beispiel gerät der erzwungene Wechsel zu kurz. Trade-off: Nicht die Zahl der Wiederholungen, sondern die aktuelle Lage muss den Wechsel tragen.

Eine Seite mehrfach anzuspielen ist ein Aufbauplan, kein Countdown bis zum Abschluss. Du beobachtest, ob B dort gebunden bleibt, wie der nächste Ball ankommt und ob die andere Hälfte noch frei ist. Ob du wechselst, entscheidet die neue Situation, nicht die Zahl der bisherigen Schläge.

  • SituationGrundlinienwechsel
  • ZielRichtungswechsel vorbereiten
  • Für wen?Vereinsspieler

Bleibt B auf der gewählten Seite beschäftigt?

Beobachte nach jedem eigenen Ball, wo B trifft und wohin B zurückläuft. Lies zugleich Länge, Höhe und Tempo der Antwort, damit deine nächste Platzierung zum tatsächlichen Treffpunkt passt.

A beginnt unten links und spielt tief in Bs linke Hälfte. B antwortet cross, sodass A den nächsten Ball rechts spielt. Von dort lässt sich dieselbe Gegnerhälfte nun diagonal anspielen. Später vergleichst du einen kürzeren Ball mit offener Gegenseite, einen kürzeren Ball mit frühem Rückweg von B und eine tiefe Antwort.

Eine Gegnerhälfte ist nicht dieselbe Schlagrichtung

Du kannst dieselbe Platzhälfte von verschiedenen eigenen Positionen anspielen. Im Beispiel erreichst du Bs linke Seite zuerst von links entlang der Linie und danach von rechts diagonal. Das räumliche Ziel bleibt gleich, dein Schlag muss sich aber an den neuen Treffpunkt anpassen.

So beschäftigst du B auf einer Seite, ohne jede Antwort mit derselben Bewegung zurückzuspielen. Das funktioniert nur mit Bällen, deren Länge und Richtung du kontrollierst. Musst du selbst aus schlechter Balance spielen, hat die passende Lösung für diesen Ball Vorrang vor der gewählten Zielhälfte.

Der Wechsel braucht einen neuen Grund

Eine kürzere Antwort kann dir Zeit für den Richtungswechsel geben. Ob die andere Hälfte noch frei ist, zeigt aber Bs Rückbewegung. In einer Variante bleibt B links, in einer anderen läuft B früh nach rechts. Dein eigener Treffpunkt ist in beiden gut; die sinnvolle Zielwahl unterscheidet sich trotzdem.

Bleibt Bs Antwort tief, musst du keinen Abschluss nachholen. Du kannst die gewählte Seite weiter kontrolliert anspielen oder erst durch die Mitte stabilisieren. Auch B darf sein Muster verändern. Schau deshalb immer wieder auf den Ball und nicht nur auf die Seite, die du vor dem Punkt gewählt hast.

Hier geht es um Raum, nicht um eine angeblich schwache Rückhand

Links bedeutet in der Zeichnung nur links. Das Modul behauptet weder eine bestimmte Spielhand noch eine weniger stabile Schlagseite. Du übst, ein räumliches Ziel beizubehalten, die Wirkung zu beobachten und bei neuer Gelegenheit anders zu platzieren.

Ob eine Seite des Gegners unter vergleichbaren Bedingungen wirklich weniger stabil ist, braucht eine eigene Beobachtung. Ein einzelner Fehler reicht dafür nicht. Die Spielidee hier funktioniert deshalb ohne Etikett wie gute Vorhand oder schwache Rückhand.

So übt ihr Seitbindung ohne starre Schlagfolge

Übt zu zweit und markiert breite tiefe Zielbereiche in beiden Hälften. Für die ersten Serien wählt A Bs linke Hälfte als räumliches Ziel; später tauscht ihr die Seite und die Rollen. B beginnt mit einem kontrollierten Zuspiel in As linke Hälfte, danach wird die Folge ausgespielt.

Beginnt in einem Tempo, das verschiedene Richtungen und stabile Treffpunkte erlaubt. Sprecht nach der Serie darüber, wo B wirklich getroffen hat und ob As nächstes Ziel zur Antwort passte. Geht erst weiter, wenn die aktuelle Aufgabe kontrolliert spielbar ist.

  1. Dasselbe Ziel aus zwei Positionen anspielen: Nach Bs Zuspiel spielt A von links kontrolliert entlang der Linie in die vereinbarte Gegnerhälfte. B antwortet cross auf As rechte Seite. A spielt von dort wieder in dieselbe Zielhälfte, nun diagonal. Danach wird ein weiterer Ball gespielt. Prüft, ob A zum neuen Treffpunkt kommt, statt nur die vorherige Schlagrichtung zu wiederholen.
  2. Auf eine kürzere oder tiefe Antwort reagieren: B kündigt vor der Serie an, ob die nächste Antwort nach der Seitbindung kürzer oder tief kommen soll. A wechselt nur bei tatsächlich passendem Ball und sicherem Stand in den freien Bereich. Bleibt die Antwort tief oder misslingt As Position, wird kontrolliert weiter aufgebaut. Die Ansage ersetzt nicht den echten Ball.
  3. Die gegnerische Rückbewegung mitlesen: B variiert ohne Ansage die Länge und seine Rückbewegung. Bei einem kürzeren Ball kann B auf der bisherigen Seite bleiben oder deutlich früh zur anderen Hälfte laufen. A wählt nach Ball und beobachteter Position. Ein Trainingspunkt zählt für eine begründbare Zielwahl mit Anschlussbewegung, unabhängig vom späteren Punktgewinn.
  4. Die Zielhälfte im freien Punkt überprüfen: Spielt freie Grundlinienpunkte. A darf eine Gegnerhälfte als vorläufiges Aufbauziel wählen, muss aber auf neue Bälle reagieren. Es gibt weder eine Pflichtzahl gleicher Ziele noch einen vorgeschriebenen Abschluss. Besprecht nach einer kurzen Serie, wann Weiteraufbauen, Wechseln oder Aufgeben des ursprünglichen Plans sinnvoll war.

Typische Fehler bei der Vorbereitung

  • Du setzt dieselbe Gegnerseite mit demselben Schlag gleich. Passe Richtung und Bewegung an deinen neuen Treffpunkt an.
  • Du willst nach zwei oder drei Bällen zwingend wechseln. Prüfe den neuen Ball und Bs Position statt die Anzahl.
  • Du wechselst in einen Bereich, den B bereits erreicht hat. Lies den Rückweg mit und ändere das Ziel, wenn die Lage es verlangt.
  • Du spielst aus schlechter Balance weiter auf das ursprüngliche Ziel. Sichere für diesen Ball erst wieder Kontrolle.
  • Du erklärst eine Seite nach einem Fehler zur dauerhaften Schwäche. Trenne die räumliche Vorbereitung von einer solchen Einschätzung.
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