Tennisplatzbeläge

Laykold – Herstellerporträt

Laykold im Herstellerporträt: Acryl-Hartplätze, Cushion-, Gel- und Float-Systeme, Court Pace sowie wichtige Kriterien für Tennisanlagen.

Wie sich die Systeme unterscheiden

Laykold ist eine Marke für mehrschichtige Tennisplatzsysteme auf Acrylbasis und gehört zur Sport Group. Bekannt ist sie als aktueller Belagspartner der US Open; für Clubs und Bauherren wichtiger ist jedoch die Bandbreite der Systeme. Laykold bietet klassische Hartplatzaufbauten, flüssig aufgebrachte Cushion-Systeme, Varianten mit vorgefertigten Dämpfungslagen, schwimmende Systeme für problematische Untergründe sowie mobile Lösungen für Veranstaltungen.

Die Oberfläche ist dabei kein einzelner Farbanstrich, sondern Teil eines abgestimmten Aufbaus, der vom geeigneten Untergrund bis zur abschließenden Textur reicht.

Bei traditionellen Hartplätzen bilden vorbereiteter Asphalt oder Beton, Ausgleichs- beziehungsweise Resurfacer-Schichten und mehrere strukturierte Farb- und Deckschichten das System. Laykold führt dafür unter anderem Masters Color, Advantage, ColorCoat und ColorFlex. Die Varianten unterscheiden sich beispielsweise darin, ob die Textur werkseitig eingestellt oder Sand vor Ort ergänzt wird und ob ein flexibler Resurfacer gegen mögliche Rissbewegungen vorgesehen ist.

Wer mehr Nachgiebigkeit sucht, muss genauer hinsehen. Cushion Plus arbeitet mit mehreren Lagen aus Gummigranulat beziehungsweise -pulver in einem Acrylbinder. Masters 5 und Masters 8 nutzen vorgefertigte Dämpfungsmatten unterschiedlicher Stärke. Masters Float ist für bewegte oder gerissene Untergründe konzipiert, Masters Gel verwendet eine dünne, elastische Gelschicht. Diese Systeme sind konstruktiv verschieden; aus dem Begriff „Cushion“ lässt sich weder eine einheitliche Dämpfung noch eine medizinische Wirkung ableiten.

Court Pace und Projektplanung

Auch die Spielgeschwindigkeit ist kein festes Markenmerkmal. Die ITF ordnet Oberflächen anhand des Court Pace Rating in fünf Geschwindigkeitskategorien ein. Welche Kategorie ein konkreter Platz erreicht, hängt vom gewählten Laykold-System, der Textur, der Verarbeitung und dem Projektziel ab. Ein Turnierbezug wie die US Open beschreibt daher eine bestimmte Installation und gewünschte Abstimmung, nicht automatisch jeden Laykold-Court.

Vor der Vergabe sollten Untergrundzustand, Entwässerung, Klima, Nutzung, gewünschte Pace-Klasse, Dämpfung, Wartung und regional verfügbare Systeme gemeinsam mit einem qualifizierten Verarbeiter festgelegt werden. Laykold weist selbst darauf hin, dass nicht alle Systeme in jedem Markt angeboten werden. Die SchlägerClub-Herstellerübersicht ordnet die Marke ein; weiterführende Grundlagen zu Platzarten und Bedingungen bietet Tenniswissen.

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