Tennisplatzbeläge

SportMaster – Herstellerporträt

SportMaster im Herstellerporträt: aktuelle Acryl- und ProCushion-Systeme, Schichtaufbau, Untergrund, Auswahl, Ausführung und Pflege erklärt.

Acrylsysteme vom Standardaufbau bis ProCushion

SportMaster stellt mehrschichtige Acrylsysteme für Tennis- und andere befestigte Sportflächen her. Das aktuelle Tennisangebot umfasst ein Standard-Farbsystem auf Basis von Color Concentrate beziehungsweise ColorPlus sowie das elastischere ProCushion-System. Die Produkte sind Beschichtungsmaterialien für einen fachgerecht vorbereiteten Court – kein fertiger Platz, der unabhängig von Untergrund und Verarbeitung überall gleich spielt.

Als Basis kommen nach Herstellerangaben geeigneter Asphalt, Beton oder eine tragfähige vorhandene Acryloberfläche infrage. Üblicherweise werden Unebenheiten und Schäden zuerst bearbeitet, anschließend folgt ein Acrylic Resurfacer. Beim Standardaufbau schließen mehrere strukturierte Farbschichten und die Linierung an. Das ColorPlus-System trennt neutralen Acrylgrund und Pigmentdispersion; Sand wird je nach Produkt bereits mitgeliefert oder vor Ort eingemischt.

ProCushion ergänzt unterhalb der Farbschichten mehrere Lagen mit groben und feinen Gummipartikeln. Der offizielle Standardaufbau nennt CushionMaster II und CushionMaster I sowie eine flexible farbige Deckschicht. Zusätzliche oder reduzierte Cushion-Lagen verändern den Aufbau. Technische Werte oder Wirkungsversprechen dürfen deshalb nur auf die konkret ausgeschriebene Variante bezogen werden.

Auswahl, Ausführung und Pflege

Für Vereine, Kommunen und private Betreiber zählen Untergrund, Innen- oder Außenlage, gewünschte Oberflächenstruktur, Platzgeschwindigkeit, Dämpfungswunsch, Klima und Sanierungszustand. Das Spieltempo wird unter anderem durch Textur und Zuschlagstoffe beeinflusst. Eine angegebene Court-Pace-Klasse sollte dem exakten Produktaufbau zugeordnet und nicht aus der Marke insgesamt abgeleitet werden.

SportMaster verweist für Bau und Sanierung auf qualifizierte Sportboden-Fachbetriebe. Besonders auf Beton sind Haftung und geeignete Vorbehandlung, auf Asphalt Aushärtung, Ebenheit und Risszustand zu prüfen. Resurfacer und Beschichtung können kleinere Oberflächenunregelmäßigkeiten bearbeiten, ersetzen aber keine Sanierung eines instabilen Unterbaus.

Weil Produktbezeichnungen und Datenblätter auf den US-Markt ausgerichtet sind, sollten europäische Auftraggeber zusätzlich prüfen, ob Material, Herstellerfreigabe und ein geschulter Verarbeiter am Projektstandort verfügbar sind.

Zur Pflege gehören regelmäßiges Entfernen von Schmutz und organischem Material, schonende Reinigung sowie Kontrollen auf Risse, Ablösungen und stehendes Wasser. Bei ProCushion müssen Reparaturen den elastischen Schichtaufbau berücksichtigen. Vor Auftrag sind aktuelle Engineering Specifications, Farb- und Systemvariante sowie regionale Material- und Verarbeiterverfügbarkeit abzugleichen. Die SchlägerClub-Herstellerübersicht bietet Marktvergleich; Grundlagen zu Belägen und Spielbedingungen stehen im Bereich Tenniswissen.

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