Tennistechnologie & Analyse

In/Out – Herstellerporträt

In/Out im Herstellerporträt: aktuelle v4.0-Hardware, App, Line Calling, Video, Kalibrierung sowie Grenzen für Training und Wettbewerb.

Hardware, App und Ablauf

In/Out ist ein tragbares, kamerabasiertes System für elektronische Linienentscheidungen und Tennisaufzeichnungen. Die aktuelle Hardwaregeneration heißt Net Device v4.0. Sie wird am Netzpfosten befestigt, besitzt keinen eigenen Bildschirm und wird über die In/Out-App auf einem kompatiblen Android- oder iOS-Gerät bedient. Ergänzende Line Devices können einzelne Linien aus einem weiteren Blickwinkel erfassen; die Entscheidung bleibt laut Hersteller beim Net Device.

Auf dem Platz verbindet sich das Smartphone per Bluetooth und anschließend per direkter WLAN-Verbindung mit dem Gerät. Vor dem ersten Ball muss der Court in der App erkannt und kalibriert werden. Die offizielle Anleitung verlangt unter anderem freie Sicht auf beide Platzhälften und möglichst vergleichbare Bereiche hinter den Grundlinien. In der Umpiring-Ansicht lassen sich Linienentscheidungen auslösen und frühere Ballabdrücke prüfen. Das ist eine Spielhilfe, aber keine pauschale Genauigkeitsgarantie.

Angezeigte Entscheidungen sollten dennoch als technische Messung behandelt werden: Verschattung, verdeckte Linien, ein verrutschter Pfosten oder eine unpassende Kalibrierung können den Einsatz beeinflussen.

Die App kann außerdem Video vom Smartphone oder vom Gerät aufnehmen, wiedergeben und wahlweise an eine öffentliche oder private Adresse streamen. Statistikdaten lassen sich über die Cloud-Oberfläche auswerten; eine Synchronisation ist nicht zwingend dasselbe wie rein lokale Nutzung. Wer Training oder Matches filmt, sollte deshalb vorab klären, wer aufgezeichnet wird, wo Daten liegen und ob Einwilligungen erforderlich sind.

Voraussetzungen und Grenzen

Für den verlässlichen Betrieb zählen nicht nur Kamera und Software. Befestigung, Blickwinkel, Licht, ungestörte Linien, aktuelle Firmware und eine saubere Kalibrierung beeinflussen die praktische Nutzung. Der Hersteller führt für v4.0 eine Smartphone-App und laufende Firmware-Updates; ältere Geräte haben teilweise andere Bedienwege. Vor dem Kauf sind daher Hardwarestand, Lieferbarkeit, Zubehörumfang, Smartphone-Kompatibilität und Support für den eigenen Standort zu prüfen.

In/Out richtet sich vor allem an Spieler, Coaches und Anlagen, die portables Line Calling mit Video und Daten verbinden möchten. Für offizielle Wettbewerbe muss der Veranstalter separat klären, welche Funktionen nach den geltenden Regeln eingesetzt werden dürfen. Die SchlägerClub-Herstellerübersicht ordnet die Marke im Markt ein; weitere digitale Anwendungen stehen im Bereich Tennis-Tools.

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