Der Return wird in Matchstatistiken oft weniger beachtet als der Aufschlag. Dabei entscheidet er häufig darüber, ob ein Returnspiel überhaupt in eine neutrale oder offensive Situation kommt. Schon wenige einfache Kennzahlen können zeigen, wo die größten Reserven liegen.
Welche Returnwerte sinnvoll sind
- Returns im Feld
Die einfachste Kennzahl: Wie viele erste und zweite Aufschläge des Gegners werden überhaupt ins Spiel zurückgebracht?
- Gewonnene Punkte nach gegnerischem ersten Aufschlag
Diese Zahl zeigt, wie gut der Return gegen den stärkeren Aufschlag funktioniert. Niedrige Werte sind nicht automatisch problematisch, sollten aber im Vergleich mit anderen Matches beobachtet werden.
- Gewonnene Punkte nach gegnerischem zweiten Aufschlag
Hier sollte häufiger die Chance bestehen, neutral oder offensiv in den Ballwechsel zu starten. Bleibt die Quote dauerhaft niedrig, lohnt eine genauere Analyse.
- Direkte Returnfehler
Besonders hilfreich ist die Unterscheidung zwischen Fehlern gegen ersten und zweiten Aufschlag.
- Returnposition
Die Statistik wird aussagekräftiger, wenn zusätzlich notiert wird, ob der Return nah an der Grundlinie, weit hinten oder bewusst verändert gespielt wurde.
Was typische Muster bedeuten können
Viele Fehler gegen den ersten Aufschlag:
Mögliche Ursachen sind zu große Ausholbewegung, zu aggressive Zielwahl oder eine ungünstige Returnposition.
Schwache Quote gegen den zweiten Aufschlag:
Hier kann es sein, dass Chancen nicht genutzt werden oder der Return zu passiv gespielt wird.
Viele Returns im Feld, aber wenige gewonnene Punkte:
Dann liegt das Problem möglicherweise nicht im Return selbst, sondern im ersten Schlag danach oder in einer zu defensiven Ausgangsposition.
Returnstatistik nach Richtung ergänzen
Wer etwas genauer arbeiten möchte, kann erfassen:
- Return auf Vorhand oder Rückhand,
- cross oder longline,
- zentraler Sicherheitsreturn,
- offensiver Return auf zweiten Aufschlag.
So wird sichtbar, welche Muster stabil sind und wo Unsicherheit entsteht.
Aus Statistik konkrete Trainingsziele machen
Beispiele:
- zu viele Fehler gegen harte erste Aufschläge → kompakte Blockreturns trainieren,
- schwache Quote gegen zweite Aufschläge → offensivere Position und klare Zielzone üben,
- Return im Feld, aber schlechte Punktquote → Return plus ersten Folgeschlag trainieren,
- große Unterschiede zwischen Vorhand und Rückhand → gezielte Serien auf die schwächere Seite.
Nicht nur auf den Punktgewinn schauen
Ein guter Return muss nicht sofort den Punkt gewinnen. Oft reicht es, den gegnerischen Aufschlagvorteil zu neutralisieren. Deshalb ist zusätzlich die Frage wichtig: Beginne ich den Ballwechsel nach dem Return unter Kontrolle oder direkt unter Druck?
Was deine Returnzahlen für das Training bedeuten
Returnstatistik hilft vor allem dann, wenn nicht nur Punktgewinne, sondern auch Returnquote, Aufschlagart und Spielsituation betrachtet werden. Mit wenigen Werten lässt sich schnell erkennen, ob das Hauptproblem beim ersten Kontakt, bei der Position oder beim Folgeschlag liegt.