Die kurze Antwort lautet: so viel, dass das Tennisspiel stabiler wird – aber nicht so viel, dass zusätzliche Konditionseinheiten die Erholung und Spielqualität verschlechtern. Gerade im Senioren-Tennis ist der gesamte Wochenumfang wichtiger als eine einzelne Zahl.
Tennis zählt bereits als Ausdauerbelastung
Wer zwei oder drei Mal pro Woche spielt, trainiert bereits Ausdauer. Längere Ballwechsel, Laufwege, Richtungswechsel und wiederholte Belastungsspitzen summieren sich. Deshalb ist zusätzliches Ausdauertraining nicht automatisch nötig, nur weil Tennis konditionell anspruchsvoll ist.
Das Ziel bestimmt den Umfang
Wer nach längerer Pause wieder beginnt, braucht zunächst eine allgemeine Belastungsbasis. Wer regelmäßig spielt, aber in längeren Matches konditionell einbricht, kann gezielter an Grundlagenausdauer oder Intervallen arbeiten. Wer bereits fit ist und mehrmals pro Woche Tennis spielt, profitiert möglicherweise stärker von Kraft, Beweglichkeit oder Regeneration als von noch mehr Ausdauertraining.
Eine praktische Orientierung
Für viele Freizeitspieler kann bereits eine zusätzliche moderate Ausdauereinheit pro Woche sinnvoll sein. Wer wenig Tennis spielt oder gezielt seine Grundlagenausdauer verbessern möchte, kann zwei lockere Einheiten einbauen. Intensivere Intervalle sollten nur ergänzen und nicht jede Einheit ersetzen.
Entscheidend ist, ob die Gesamtwoche noch erholbar bleibt. Tennis, Krafttraining, Ausdauer, Alltag und Schlaf greifen ineinander.
Mehr ist nicht automatisch besser
Zu viel zusätzliches Ausdauertraining kann dazu führen, dass Beine dauerhaft schwer sind, Schnellkraft sinkt oder die Qualität im Tennistraining leidet. Besonders vor wichtigen Matches sollte die Konditionsarbeit deshalb so geplant werden, dass Frische erhalten bleibt.
Fortschritt über das Spiel beurteilen
Die beste Rückmeldung liefert nicht nur eine Laufzeit oder Strecke. Für Tennisspieler zählt, ob längere Einheiten leichter fallen, die Erholung zwischen Punkten schneller gelingt und Technik sowie Entscheidungen auch später im Match stabil bleiben.
Umfang an die Lebensrealität anpassen
Ein Trainingsplan funktioniert nur, wenn er in den Alltag passt. Wer beruflich und familiär stark belastet ist, kann mit einer kurzen, regelmäßigen Einheit mehr erreichen als mit einem theoretisch perfekten Plan, der ständig ausfällt oder die Erholung überfordert.
So findest du den passenden Ausdauerumfang
Es gibt keine universelle Zahl an Ausdauereinheiten, die jeder Tennisspieler braucht. Für viele ältere Freizeitspieler ist ein Mix aus regelmäßigem Tennis, ein bis zwei moderaten Ausdauereinheiten und gegebenenfalls dosierten Intervallen ausreichend. Die richtige Menge ist erreicht, wenn Belastbarkeit zunimmt und gleichzeitig Erholung sowie Tennisqualität erhalten bleiben.