Die Hüfte ist für viele Tennisbewegungen eine zentrale Schaltstelle. Sie unterstützt Rotation, seitliche Schritte, Richtungswechsel und das Absenken des Körperschwerpunkts. Wird die Beweglichkeit geringer, kompensieren Spieler häufig über Knie oder unteren Rücken. Das kann Bewegungen unnötig schwer machen.
Welche Bewegungen braucht die Hüfte im Tennis?
Für Tennis sind vor allem vier Bewegungsrichtungen wichtig: Beugen und Strecken, seitliches Öffnen, Innen- und Außenrotation sowie kontrollierte Schrittweite. Niemand muss extreme Positionen erreichen. Entscheidend ist, die im eigenen Spiel benötigten Bewegungen stabil nutzen zu können.
Vier einfache Übungen
- Hüftkreise im Stand
Kleine, kontrollierte Kreise des Beckens helfen, verschiedene Bewegungsrichtungen ohne große Belastung anzusteuern.
- Ausfallschritt nach vorn
Einen Schritt nach vorn machen, das hintere Bein lang lassen und das Becken kontrolliert nach vorn führen. Nicht ins Hohlkreuz ausweichen.
- Seitlicher Ausfallschritt
Gewicht langsam auf ein Bein verlagern, während das andere länger bleibt. Die Bewegung erinnert an tiefe seitliche Positionen auf dem Platz.
- 90-90-Rotation im Sitzen oder Stand
Die Hüfte kontrolliert nach innen und außen rotieren. Es geht nicht darum, die Position zu erzwingen, sondern die Bewegung sauber zu kontrollieren.
Direkter Tennisbezug
Nach den Mobilitätsübungen sollte die neue Bewegungsfreiheit möglichst in Bewegung genutzt werden. Dafür eignen sich kleine Seitwärtsschritte, Split Steps und angedeutete Vorhand- und Rückhandschläge. So bleibt die Mobilität nicht isoliert, sondern wird mit dem Tennismuster verbunden.
Was ältere Spieler besonders beachten sollten
Nicht jeder Beweglichkeitsverlust ist ein Problem. Manche Spieler kommen mit kleineren Bewegungswinkeln gut zurecht, wenn sie ihre Position früher vorbereiten und effizientere Laufwege wählen. Technik und Taktik dürfen sich an den Körper anpassen.
Wer bekannte Hüftprobleme, Schmerzen oder deutliche Bewegungseinschränkungen hat, sollte aggressive Dehnungen vermeiden. Bei Beschwerden ist eine individuelle fachliche Beurteilung sinnvoll.
Worauf du bei der Hüftbeweglichkeit achten solltest
Hüftbeweglichkeit hilft im Tennis vor allem dann, wenn sie kontrolliert und spielnah trainiert wird. Regelmäßige kleine Bewegungsreize, kombiniert mit guter Beinarbeit, sind für viele Spieler sinnvoller als seltene intensive Dehneinheiten.