Tennis belastet Schulter, Unterarm und Arm in vielen Richtungen. Vor allem Aufschlag, Überkopfball und hohe Volleys verlangen eine gute Kontrolle des Schultergürtels. Für ältere Tennisspieler ist deshalb nicht möglichst viel Armkraft entscheidend, sondern ein stabiles Zusammenspiel von Schulterblatt, Rotatorenmanschette, Rücken und Arm.
Nicht nur den Schlagarm trainieren
Ein häufiger Fehler ist, nur Bizeps oder Trizeps zu kräftigen. Für Tennis ist der gesamte Schultergürtel wichtiger. Dazu gehören Zugbewegungen für den oberen Rücken, Außenrotation für die Schulter und kontrollierte Druckbewegungen.
Geeignete Übungen
- Rudern mit Widerstandsband
- Außenrotation mit leichtem Band
- Schulterblattziehen an der Wand
- kontrolliertes Drücken mit leichtem Widerstand
- Trizepsstrecken mit Band
- Unterarmrotation und Griffkraft in moderater Dosierung
Die Bewegung sollte langsam und kontrolliert bleiben. Besonders bei Schulterübungen ist mehr Widerstand nicht automatisch besser.
Schulterblattkontrolle zuerst
Viele Schlagbewegungen funktionieren besser, wenn das Schulterblatt sauber mitarbeitet. Übungen sollten deshalb nicht nur den Arm bewegen, sondern auch auf stabile Schulterblattposition achten.
Unterarme nicht überlasten
Griffkraft ist wichtig, aber ein Tennisschläger wird nicht dauerhaft maximal festgehalten. Übermäßiges Unterarmtraining kann unnötige Spannung fördern. Sinnvoller sind moderate Halte- und Drehübungen.
Kraft und Beweglichkeit kombinieren
Eine kräftige Schulter braucht ausreichend Beweglichkeit. Wer den Arm über Kopf nur eingeschränkt oder mit Schmerzen bewegen kann, sollte nicht versuchen, die Einschränkung mit mehr Krafttraining zu kompensieren.
Warnzeichen
Stechender Schulterschmerz, nächtliche Schmerzen, deutlicher Kraftverlust oder Beschwerden bei Alltagsbewegungen sollten fachlich abgeklärt werden. Krafttraining darf keine akute Verletzung überdecken.
Was für Schulter und Arme wichtig ist
Tennisgerechtes Schultertraining stärkt nicht nur den Schlagarm. Rücken, Schulterblatt, Rotatoren und Arm sollten gemeinsam trainiert werden. Kontrollierte Übungen mit moderatem Widerstand sind dafür meist besser geeignet als isoliertes Maximalkrafttraining.