Beweglichkeit beeinflusst im Tennis viele Situationen: den tiefen Ball, die Rotation bei Vor- und Rückhand, den Aufschlag und die Fähigkeit, nach einem Richtungswechsel wieder stabil zu stehen. Ab 60 lohnt es sich besonders, Mobilität nicht dem Zufall zu überlassen.
Welche Bereiche besonders wichtig sind
Für Tennis spielen vor allem Hüfte, Sprunggelenke, Brustwirbelsäule und Schulter eine wichtige Rolle. Einschränkungen in einem Bereich werden häufig durch andere Bewegungen kompensiert.
Vor dem Tennis dynamisch mobilisieren
Vor dem Training eignen sich kontrollierte, bewegte Mobilisationsformen besser als langes statisches Halten. Beispiele sind Schulterkreisen, Hüftöffnungen, Ausfallschritte mit Rotation und lockere Fußgelenksbewegungen.
Nach dem Training Bewegungsumfang pflegen
Nach der Einheit kann ruhiger gearbeitet werden. Dabei sollte nicht aggressiv in schmerzhafte Positionen gedrückt werden. Ziel ist ein angenehmer Bewegungsumfang, nicht maximale Dehnung.
Mobilität regelmäßig statt selten trainieren
Kurze Einheiten mehrmals pro Woche sind häufig praktikabler als eine lange Mobilitätseinheit. Schon wenige Minuten lassen sich gut mit Aufwärmen oder Krafttraining kombinieren.
Beweglichkeit und Kraft gehören zusammen
Großer Bewegungsumfang allein hilft wenig, wenn eine Position nicht stabil kontrolliert werden kann. Deshalb sollte Mobilität mit Kraft und Gleichgewicht verbunden werden.
Tennisbewegungen gezielt vorbereiten
Für den Aufschlag sind Schulter und Brustwirbelsäule wichtig, für tiefe Bälle Hüfte und Beine. Mobilitätsübungen sollten daher möglichst einen Bezug zu den Bewegungen auf dem Platz haben.
Beschwerden nicht wegdehnen
Schmerz ist kein sinnvolles Trainingsziel. Bei anhaltenden Beschwerden oder deutlichen Einschränkungen sollte die Ursache fachlich geklärt werden, statt einfach intensiver zu dehnen.
Was für Beweglichkeit ab 60 wichtig ist
Beweglichkeit ab 60 muss nicht spektakulär trainiert werden. Entscheidend sind Regelmäßigkeit, kontrollierte Bewegung und die Verbindung mit Kraft und Stabilität.