Ein Trainingsplan ab 60 sollte vor allem eines leisten: gute Tennisqualität ermöglichen, ohne unnötige Ermüdung anzusammeln. Das bedeutet nicht automatisch weniger Training. Es bedeutet, intensive Tage gezielt zu setzen und leichtere Einheiten bewusst zu nutzen.
Beispiel für eine Woche
Montag: frei oder lockere Mobilität.
Dienstag: Tennis, 60 bis 75 Minuten, Schwerpunkt Technik, Treffpunkt und Bewegung.
Mittwoch: kurze Kraft- und Stabilitätseinheit, etwa 25 bis 40 Minuten.
Donnerstag: frei oder lockere Ausdaueraktivität.
Freitag: Tennis mit Aufschlag, Return und Punktspiel.
Samstag: Regeneration oder leichtes Doppel.
Sonntag: Match oder längere Tennis-Einheit, sofern die vorherigen Tage gut vertragen wurden.
Qualität vor zusätzlicher Menge
Eine dritte oder vierte Tenniseinheit ist nur dann sinnvoll, wenn Bewegung, Konzentration und Erholung stabil bleiben. Mehr Einheiten sind nicht automatisch besser, wenn dadurch Technik und Beinarbeit sichtbar schlechter werden.
Was sollte auf dem Platz trainiert werden?
Besonders sinnvoll sind:
- frühe Vorbereitung,
- kontrollierte Beinarbeit,
- Aufschlagquote und Platzierung,
- Return mit kurzer Bewegung,
- taktisch klare Ballwechsel,
- Netzspiel und Doppel,
- Übungen mit überschaubarer Laufbelastung und hoher Qualität.
Krafttraining als Ergänzung
Beine und Rumpf tragen einen großen Teil der Bewegung auf dem Platz. Schulter und Rücken stabilisieren Schlagbewegungen. Ein bis zwei kurze Einheiten können in vielen Wochen sinnvoll eingebaut werden, sofern Technik und Belastung passend gewählt sind.
Beweglichkeit und Koordination integrieren
Kurze Mobilitäts- und Koordinationsblöcke lassen sich gut vor Tennis oder an leichten Tagen einbauen. Dabei geht es nicht um maximale Bewegungsradien, sondern um kontrollierte Beweglichkeit und Sicherheit.
Intensive Tage bewusst setzen
Ein Match kann die intensivste Einheit der Woche sein. Dann sollte nicht zwingend am Folgetag wieder ein hartes Intervall- oder Krafttraining stehen.
Wenn die Woche nur zwei Termine erlaubt
Dann können zwei Tennis-Einheiten ausreichen, wenn eine eher technisch und die andere wettkampfnah gestaltet ist. Kleine Kraft- oder Mobilitätsblöcke können zusätzlich in den Alltag integriert werden.
Wann sollte der Plan angepasst werden?
Bei ungewöhnlicher Müdigkeit, schlechter Erholung oder deutlich nachlassender Bewegungsqualität sollte die nächste Einheit leichter werden. Anhaltende Schmerzen, Schwellungen, Schwindel, Atemnot oder Beschwerden unter Belastung gehören medizinisch abgeklärt.