Atmung ist im Tennis eine der wenigen körperlichen Funktionen, die sich zwischen zwei Punkten bewusst beeinflussen lässt. Das macht sie zu einem einfachen Werkzeug, um nach langen Ballwechseln, vor wichtigen Punkten oder bei Nervosität wieder Struktur in den Ablauf zu bringen.
Warum Atmung im Match helfen kann
Unter Druck wird die Atmung oft flacher und schneller. Wer das bemerkt, kann die Punktpause nutzen, um bewusst länger auszuatmen und den nächsten Punkt vorbereitet statt hektisch zu beginnen.
Einfache Atemroutine zwischen zwei Punkten
- Vom vergangenen Punkt lösen.
- Einmal ruhig durch die Nase oder den Mund einatmen.
- Etwas länger ausatmen als einatmen.
- Beim Ausatmen Schultern und Griffhand bewusst lockern.
- Danach den nächsten Spielplan festlegen.
Vor dem Aufschlag
Vor dem Aufschlag sollte Atmung nicht zum komplizierten Ritual werden. Ein ruhiger Atemzug vor dem Start der Aufschlagroutine reicht häufig aus, um Tempo aus der Vorbereitung zu nehmen.
Beim Return
Beim Return bleibt weniger Zeit. Hier genügt oft ein bewusstes Ausatmen, bevor der Gegner seine Aufschlagbewegung beginnt. Danach liegt der Fokus auf Position, Split-Step und Ball.
Seitenwechsel
Seitenwechsel bieten mehr Zeit. Statt hektisch Statistiken oder Fehler durchzugehen, kann zunächst ein kurzer körperlicher Reset sinnvoll sein: sitzen, trinken, ruhig atmen, anschließend eine taktische Entscheidung treffen.
Atmung im Training üben
Atemroutinen funktionieren besser, wenn sie im Training selbstverständlich werden. Besonders geeignet sind Tiebreak-Übungen, Aufschlagserien unter Punktdruck und Matchsimulationen.