Platz & Material · Tennislexikon

Grass Court im Tennis

Ein Grass Court ist ein Tennisplatz mit natürlichem Rasen als Spieloberfläche. Damit unterscheidet er sich von Kunstrasen, der zwar ähnlich aussehen kann, aber anders aufgebaut ist und andere Spieleigenschaften besitzt. Das bekannteste Turnier auf Naturrasen ist Wimbledon.

Auf gepflegtem Rasen springt der Ball typischerweise eher niedrig ab und verliert nach dem Bodenkontakt vergleichsweise wenig Tempo. Dadurch bleibt häufig weniger Zeit für die Schlagvorbereitung, und die Treffpunkte liegen niedriger als auf langsameren Belägen. Der Absprung kann zudem unregelmäßiger ausfallen, besonders wenn die Grasnarbe im Verlauf des Spielbetriebs abgenutzt wird.

Diese Merkmale sind Tendenzen, keine unveränderlichen Naturgesetze. Bodenhärte, Unterbau, Rasensorte, Feuchtigkeit, Pflege und Abnutzung beeinflussen das tatsächliche Platztempo und die Gleichmäßigkeit erheblich. Ein einzelner Grass Court ist daher nicht allein aufgrund seines Materials automatisch der schnellste Platz. Einen breiteren Vergleich bietet der Überblick zu Tennisplatzbelägen.

Kurze Reaktionszeiten machen Aufschlag, Return und den ersten Schlag oft besonders wichtig; modernes Rasentennis besteht dennoch nicht zwangsläufig aus Serve-and-Volley. Grass Court bezeichnet den Belag, nicht eine vorgeschriebene Spielweise. Welche Taktik funktioniert, richtet sich nach dem konkreten Absprung und den aktuellen Bedingungen. Als klarer Gegenbegriff steht der Clay Court für einen Sand- beziehungsweise Ziegelmehlplatz.

LK-Rechner LK-Rechner nach DTB-Regelwerk Berechne einzelne Matches oder plane Turniere mit mehreren Spielen – übersichtlich, schnell und tennisnah. LK-Planung starten