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mybigpoint ist Geschichte: Was der Wechsel zu tennis.de verändert hat

mybigpoint ist abgeschaltet. Was tennis.de übernommen hat, warum der DTB die Plattformen bündelt und was sich 2026 für Spieler und Vereine ändert.

mybigpoint ist abgeschaltet: der aktuelle Stand

mybigpoint ist seit April 2026 nicht mehr das zentrale Spielerportal des deutschen Tennissports. Der Deutsche Tennis Bund und seine Landesverbände haben die bisherigen Funktionen auf tennis.de überführt. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das mehr als eine neue Adresse: Spielerprofile, Turniere, Mannschaften, Ligen und Abonnements werden nun unter einem gemeinsamen digitalen Dach gebündelt.

Der Wechsel verlief allerdings nicht an einem einzigen Stichtag. tennis.de startete bereits 2024, die Lizenz für Ranglisten- und LK-Spieler folgte 2025, und erst im Frühjahr 2026 wurde mybigpoint endgültig abgeschaltet. Wer die Veränderung beurteilen will, muss diese Schritte auseinanderhalten. Nicht jede Neuerung auf tennis.de ist eine direkte Folge der Abschaltung – und nicht jede früh angekündigte Funktion war sofort vollständig verfügbar.

Aktueller Stand: Die Überführung begann am 25. März 2026. Spätestens seit dem 8. April 2026 ist mybigpoint nicht mehr erreichbar; die zentralen Spieler- und Wettkampfservices werden über tennis.de angeboten.

Der Wechsel von mybigpoint zu tennis.de in vier Etappen

mybigpoint war seit 2012 ein wichtiger Zugang zum deutschen Turnier- und Leistungsklassensystem. Die Ablösung begann lange vor der eigentlichen Abschaltung. Der Zeitverlauf zeigt, warum ältere Meldungen zur Umstellung heute teilweise widersprüchlich wirken: Sie beschrieben unterschiedliche Entwicklungsstufen.

Zeitpunkt Schritt Bedeutung für Nutzer
2012 Start von mybigpoint Spieler erhalten einen zentralen Zugang zu Profilen, Ergebnissen, LK und Turnieren.
2024 tennis.de geht als neue DTB-Plattform live News und Services starten; mybigpoint bleibt während der schrittweisen Überführung parallel bestehen.
1. April 2025 Lizenz für Ranglisten- und LK-Spieler wird eingeführt Für Meldungen zu Konkurrenzen mit Ranglisten- oder LK-Wertung ist seitdem ein LIZENZ- oder PREMIUM-Abonnement erforderlich.
25. März bis 8. April 2026 Abschließende Überführung und Abschaltung mybigpoint-Nutzer wechseln mit ihren bekannten Zugangsdaten zu tennis.de; mybigpoint wird danach nicht mehr als eigenes Portal angeboten.

Diese Chronologie ist auch für die Einordnung der Lizenz wichtig. Die kostenpflichtige Spielerlizenz wurde bereits ein Jahr vor dem Ende von mybigpoint eingeführt. Sie ist Teil der neuen digitalen und finanziellen Struktur, aber nicht erst durch die Abschaltung im April 2026 entstanden.

Warum der DTB die Angebote auf tennis.de bündelt

Der offizielle Ansatz lautet Zentralisierung. Statt Spielerportal, Verbandsinformationen und weitere Services über mehrere Auftritte zu verteilen, soll tennis.de als gemeinsamer Zugang für den deutschen Tennissport dienen. Die Plattform richtet sich nicht nur an Turnierspieler, sondern auch an Vereine, Trainer, Funktionäre, Fans und Eltern.

Das löst ein nachvollziehbares Strukturproblem: Ein Spielerprofil ist mit Ergebnissen, Mannschaften, Ranglisten und Turniermeldungen verbunden. Liegen diese Informationen auf getrennten Oberflächen, entstehen doppelte Wege und unklare Zuständigkeiten. tennis.de führt die sichtbaren Zugänge stärker zusammen. Die zugrunde liegende Daten- und Verbandsverwaltung verschwindet dadurch jedoch nicht. Systeme wie nuLiga bleiben für Vereine und Verbände relevant; unser nuLiga-Ratgeber erklärt diese administrative Seite gesondert.

Wichtig für die Einordnung: tennis.de ist die zentrale Nutzeroberfläche. Die Abschaltung von mybigpoint bedeutet nicht, dass sämtliche Verbands- und Verwaltungsprozesse in einem einzigen technischen System aufgegangen sind.

Was von mybigpoint übernommen wurde

Nach Angaben des offiziellen Helpcenters wurden die spielrelevanten Informationen aus mybigpoint auf tennis.de übertragen. Dazu gehören insbesondere Spielerprofil, LK- und Ranglistendaten sowie die Ergebnis- und Spielhistorie. Bestehende mybigpoint-Zugangsdaten können für die Freischaltung des tennis.de-Accounts weiterverwendet werden.

Bei Favoriten ist die Lage differenzierter. Turnierfavoriten wurden für PREMIUM-Nutzer übernommen. Spieler-, Mannschafts- und Gruppenfavoriten müssen dagegen auf tennis.de neu angelegt werden. Damit ist „alle Daten wurden übernommen“ für die sportlichen Kerndaten richtig, für jede persönliche Merkliste aber zu pauschal.

Bereich Status nach der Umstellung Was Nutzer beachten sollten
Zugangsdaten Weiterverwendbar Mit der bisherigen E-Mail-Adresse und dem mybigpoint-Passwort bei tennis.de anmelden.
Spielerprofil und Sporthistorie Übertragen Vorname, Nachname, Geburtsdatum und DTB-ID müssen zum hinterlegten Sportprofil passen.
LK- und Ranglistendaten Übertragen Die Darstellung befindet sich auf tennis.de im Spielerprofil, insbesondere im Bereich „Ranking“.
Turnierfavoriten Für PREMIUM-Nutzer übernommen Nach der Freischaltung kontrollieren, ob die gespeicherten Turniere vollständig erscheinen.
Spieler-, Mannschafts- und Gruppenfavoriten Nicht übernommen Diese Favoriten müssen auf tennis.de neu gesetzt werden.

Fehlt ein Profil oder stimmt die Zuordnung nicht, sollte kein zweites Konto auf Verdacht eröffnet werden. Der ausführliche Beitrag Von mybigpoint zu tennis.de führt Schritt für Schritt durch Login, Account-Freischaltung, DTB-ID-Probleme und Turniermeldung.

Welche Funktionen tennis.de heute bündelt

Der sichtbarste Unterschied ist nicht eine einzelne neue Funktion, sondern die Zusammenführung. Spieler können Profile und Gegner suchen, Turniere finden, Mannschaften und Ligen aufrufen und ihren persönlichen Bereich „Mein Court“ nutzen. Ranglisten- und LK-Informationen sind dem Spielerprofil zugeordnet. Turniere lassen sich über Filter sowie Listen- und Kartenansichten recherchieren.

Aufgabe Früher bei mybigpoint Heute bei tennis.de
Eigenes Tennis verwalten Persönlicher mybigpoint-Bereich „Mein Court“ mit Profil, Favoriten, Anmeldungen und Abonnements
Spieler und Ergebnisse prüfen Spieler- und Ergebnisportraits Spielerprofil mit den Bereichen Übersicht, Spiele und Ranking
Turniere finden Turniersuche und Onlinemeldung Turniersuche mit Filtern, Umkreis sowie Listen- und Kartenansicht
Mannschaften und Ligen verfolgen Verteilte Zugänge über mybigpoint und Verbandssysteme Such- und Übersichtswege werden auf tennis.de zusammengeführt
Zusatzfunktionen nutzen mybigpoint PREMIUM tennis.de PREMIUM, unter anderem mit Favoriten und Head-to-Head

Lizenz und PREMIUM: Was zur Umstellung gehört

Der Plattformwechsel und das Abonnementmodell werden häufig vermischt. Ein kostenloser BASIS-Account genügt weiterhin für allgemeine Suchen und grundlegende Profilinformationen. Wer sich zu einer Konkurrenz mit Ranglisten- oder LK-Wertung anmelden möchte, benötigt seit dem 1. April 2025 die Lizenz für Ranglisten- und LK-Spieler. Sie ist im LIZENZ- und im PREMIUM-Abonnement enthalten.

Modell Kosten laut tennis.de Einordnung
BASIS Kostenlos Allgemeiner Zugang und grundlegende Suchen; keine Meldung zu LK- oder Ranglistenkonkurrenzen.
LIZENZ 20 Euro für Erwachsene, 10 Euro für Kinder und Jugendliche pro Kalenderjahr Enthält die Spielerlizenz und erweiterte Profildaten. Die altersbezogenen Bedingungen müssen bei Kinderkonkurrenzen beachtet werden.
PREMIUM 46,80 Euro für zwölf Monate Enthält die Lizenz sowie zusätzliche digitale Funktionen und Partnerangebote.

Für Mannschaftsspiele ist die Turnierlizenz nicht pauschal erforderlich. Auch Kinder bis zehn Jahre benötigen sie nicht für Konkurrenzen der Altersklassen U10 und jünger, wenn diese ohne Ranglisten- und LK-Wertung ausgetragen werden. Entscheidend ist deshalb nicht allein das Alter oder der Besitz eines Spielerprofils, sondern ob die konkrete Konkurrenz ranglisten- oder LK-relevant ist.

Was sich für Spieler, Eltern und Vereine ändert

Nutzergruppe Unmittelbare Veränderung Praktische Konsequenz
Turnierspieler Turniersuche, Profil und Meldungen liegen auf tennis.de. Account rechtzeitig freischalten und vor Meldeschluss Lizenz sowie Profilzuordnung kontrollieren.
Eltern Jedes Kind benötigt einen eigenen Account und eine eigene E-Mail-Adresse. Bei der Registrierung die Daten des Kindes verwenden und auf die exakte Zuordnung zur DTB-ID achten.
Mannschaftsspieler Ligen, Mannschaften und Begegnungen sind über tennis.de auffindbar. Für reine Mannschaftsspiele nicht automatisch ein LIZENZ-Abonnement abschließen; die konkrete Nutzung prüfen.
Vereine Mitglieder nutzen eine neue Oberfläche, während Verwaltungsprozesse weiterhin mit Verbandsdaten verknüpft bleiben. Zuständigkeiten klar kommunizieren: Accountprobleme zum Service-Center, Stammdaten und DTB-ID gegebenenfalls zur Vereinsadministration.

Was belegt ist – und was erst die Praxis zeigen muss

Belegt sind die Abschaltung von mybigpoint, die Übertragung der sportlichen Kerndaten, die Weiterverwendung der bisherigen Zugangsdaten und die heute verfügbaren Such-, Profil- und Turnierfunktionen. Ebenso klar dokumentiert sind die Preise und der Anwendungsbereich der Lizenz.

Anders ist es bei Wertungen wie „übersichtlicher“, „nutzerfreundlicher“ oder „moderner“. Das sind nachvollziehbare Ziele und offizielle Beschreibungen der Plattform, aber keine unabhängigen Wirksamkeitsnachweise. Ob die Bündelung den Alltag aller Spieler und Vereine tatsächlich vereinfacht, hängt auch von stabilen Datenzuordnungen, verständlichen Zuständigkeiten und der vollständigen Verfügbarkeit angekündigter Funktionen ab.

Redaktionelle Einordnung: Die zentrale Oberfläche ist ein struktureller Fortschritt. Sie beseitigt jedoch nicht automatisch jedes Account-, Daten- oder Verwaltungsproblem. Eine faire Bewertung trennt deshalb nachprüfbare Funktionen von den Zielen, mit denen der DTB die Plattform beschreibt.

Auch die neue App gehört noch in diese Kategorie des Übergangs. Die mybigpoint-KOMPAKT-Web-App bleibt nach Angaben des Helpcenters vorerst im tennis.de-Design nutzbar. Eine eigenständige tennis.de-App ist für das dritte beziehungsweise vierte Quartal 2026 angekündigt. Bis sie tatsächlich veröffentlicht und geprüft ist, sollte sie nicht als bereits verfügbare Funktion beschrieben werden.

Woran Nutzer nach dem Wechsel denken sollten

Wer den bisherigen mybigpoint-Account noch nicht auf tennis.de freigeschaltet hat, sollte das nicht erst unmittelbar vor einem Meldeschluss erledigen. Besonders wichtig ist, keine parallelen Accounts anzulegen, wenn das vorhandene Profil nicht sofort erscheint. Die Zuordnung hängt von übereinstimmenden Stammdaten und der DTB-ID ab.

Nach der ersten Anmeldung lohnt eine kurze Bestandsaufnahme: Sind Spielerprofil, Spielhistorie, LK und Ranglistendaten vorhanden? Werden erwartete Turnierfavoriten angezeigt? Ist für die geplante Konkurrenz die passende Lizenz aktiv? Fehlende Spieler-, Mannschafts- oder Gruppenfavoriten sind dagegen nicht zwingend ein Übertragungsfehler, weil diese nach offizieller Auskunft neu angelegt werden müssen.

Praktische Regel: Erst den bestehenden Zugang freischalten, dann Profil und DTB-ID prüfen und erst danach Turniere oder Abonnements verwalten. So lässt sich ein technisches Zuordnungsproblem leichter von einer fehlenden Berechtigung unterscheiden.

Die Abschaltung ist abgeschlossen, die Entwicklung nicht

mybigpoint war vierzehn Jahre lang ein prägender Zugang zum deutschen Wettkampftennis. Seine Ablösung ist inzwischen vollzogen. tennis.de übernimmt heute die Rolle als sichtbare Plattform für Profile, Turniere, Ranglisten, Mannschaften, Ligen und weitere Angebote des DTB und seiner Landesverbände.

Damit ist der organisatorische Wechsel abgeschlossen, die Produktentwicklung aber nicht. Neue Funktionen und die angekündigte App werden weiterhin schrittweise ergänzt. Für Nutzer zählt deshalb der jeweils aktuelle Funktionsstand – nicht eine alte Ankündigung aus der Übergangsphase. Die wichtigste Orientierung bleibt: tennis.de ist jetzt der verbindliche Einstieg, während der praktische Umgang mit Account, Sportprofil und Lizenz sorgfältig geprüft werden sollte.

Der Plattformwechsel kompakt

Häufige Fragen zu mybigpoint und tennis.de

Antworten zu Login, DTB-ID, Spielerprofil, Turnieren und Lizenz.

Ist mybigpoint noch erreichbar?

Nein. mybigpoint wurde nach der Überführung der zentralen Funktionen im Frühjahr 2026 abgeschaltet. Profile, Turniere, Mannschaften, Ligen und weitere Services werden heute über tennis.de aufgerufen.

Muss ich für tennis.de einen neuen Account anlegen?

Nein, wenn bereits ein mybigpoint-Account besteht. Die bisherige E-Mail-Adresse und das bisherige Passwort können für die Freischaltung bei tennis.de verwendet werden. Eine Neuregistrierung ist nur für Personen ohne vorhandenen Account vorgesehen.

Wurden alle Daten aus mybigpoint übernommen?

Die sportlichen Kerndaten wie Spielerprofil, Ergebnisse, LK, Ranglistendaten und Spielhistorie wurden nach Angaben von tennis.de übertragen. Nicht jede persönliche Merkliste wurde übernommen: Spieler-, Mannschafts- und Gruppenfavoriten müssen neu angelegt werden.

Brauche ich wegen des Plattformwechsels automatisch ein kostenpflichtiges Abonnement?

Nein. Ein BASIS-Account bleibt kostenlos. Ein LIZENZ- oder PREMIUM-Abonnement ist erforderlich, wenn du dich zu einer Konkurrenz mit Ranglisten- oder LK-Wertung anmelden möchtest oder die damit verbundenen erweiterten Funktionen nutzen willst.

Was passiert mit mybigpoint KOMPAKT?

Die bisherige Web-App bleibt vorerst im tennis.de-Design verfügbar. tennis.de kündigt eine neue App für das dritte beziehungsweise vierte Quartal 2026 an. Solange diese nicht veröffentlicht ist, bleibt die Web-App die dokumentierte Übergangslösung.

An wen wende ich mich, wenn mein Spielerprofil nach dem Wechsel fehlt?

Prüfe zuerst, ob Name, Geburtsdatum und DTB-ID mit dem hinterlegten Sportprofil übereinstimmen. Bei einem Account- oder Zuordnungsproblem hilft das tennis.de-Service-Center; fehlerhafte Stammdaten oder eine fehlende DTB-ID müssen gegebenenfalls über die Vereinsadministration geklärt werden.

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