Regeln & Zählweise · Tennislexikon

Match Tiebreak im Tennis

Ein Match Tiebreak ist ein verlängerter Tiebreak, der in bestimmten Wettbewerbsformaten an die Stelle des entscheidenden Satzes tritt. Statt einen weiteren Satz mit einzelnen Games auszuspielen, entscheiden fortlaufend gezählte Punkte unmittelbar über den Matchsieg.

Nach dem in den ITF-Regeln vorgesehenen Format gewinnt die erste Seite, die zehn Punkte und mindestens zwei Punkte Vorsprung erreicht. Bei 9:9 ist der Match Tiebreak deshalb nicht beendet; gespielt wird beispielsweise bis 11:9 oder 12:10 weiter. Veranstalter können für ihre Wettbewerbe abweichende Formate festlegen. Verbindlich ist immer die jeweilige Ausschreibung beziehungsweise Wettspielordnung.

Die Aufschlagfolge entspricht grundsätzlich dem Tiebreak-Prinzip: Nach dem ersten Punkt wechselt der Aufschlag, danach jeweils nach zwei Punkten. Gewinnt der Rückschläger einen Punkt gegen den Aufschläger, spricht man umgangssprachlich von einem Mini-Break. Einen zusätzlichen Punktwert verleiht dieser Ausdruck nicht.

Vom normalen Tiebreak unterscheidet sich der Match Tiebreak vor allem durch seine Funktion und übliche Zielpunktzahl. Der klassische Tiebreak entscheidet einen Satz und wird im Standardformat bis sieben gespielt. Der Match Tiebreak ersetzt dagegen den entscheidenden Satz und entscheidet damit das Match. Er ist kein regulärer Satz aus Aufschlagspielen, auch wenn er in Ergebnisdarstellungen an dessen Stelle erscheint.

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