Regeln & Zählweise · Tennislexikon

Tiebreak im Tennis

Ein Tiebreak ist im Tennis ein besonderes Entscheidungsspiel innerhalb eines Satzes. Im verbreiteten Standardformat wird er beim Satzstand von 6:6 gespielt, damit der Satz ohne weitere normale Aufschlagspiele entschieden werden kann. Welche Variante gilt, richtet sich jedoch nach der Ausschreibung oder Wettspielordnung des jeweiligen Wettbewerbs.

Im Standard-Tiebreak werden die Punkte fortlaufend gezählt; Love, 15, 30 und 40 entfallen. Gewonnen hat die erste Seite mit mindestens sieben Punkten und zwei Punkten Vorsprung. Bei 6:6 endet der Tiebreak deshalb nicht; mögliche Endstände sind beispielsweise 8:6 oder 10:8. Der Sieger gewinnt den Satz in diesem Format mit 7:6.

Der Spieler, der im Tiebreak zuerst aufschlägt, serviert einen Punkt. Danach wechselt der Aufschlag jeweils nach zwei Punkten. Ein gewonnener Returnpunkt wird umgangssprachlich als Mini-Break bezeichnet, besitzt aber keinen zusätzlichen Punktwert.

Vom Match Tiebreak unterscheidet sich der Tiebreak vor allem durch seine Funktion. Der normale Tiebreak entscheidet einen Satz und wird üblicherweise bis sieben gespielt. Ein Match Tiebreak kann einen vollständigen entscheidenden Satz ersetzen und wird häufig bis zehn gespielt. Zielpunktzahl, Seitenwechsel und Einsatz können in genehmigten Formaten abweichen; verbindlich ist stets das konkrete Regelwerk.

LK-Rechner LK-Rechner nach DTB-Regelwerk Berechne einzelne Matches oder plane Turniere mit mehreren Spielen – übersichtlich, schnell und tennisnah. LK-Planung starten