Produkte der HEAD Gravity Zverev 2026 Serie
HEAD Gravity Zverev 2026: Was die Edition tatsächlich bietet
Gold auf der einen Seite, Violett auf der anderen: Die HEAD Gravity Zverev Edition 2026 fällt schon vor dem ersten Ballwechsel auf. Für die Kaufentscheidung ist aber wichtiger, welches Modell hinter der Lackierung steckt. Im Mittelpunkt dieser Einordnung steht der Gravity MP Zverev 2026. Tour und MP L unterscheiden sich nicht nur im Gewicht und sollten deshalb nicht als austauschbare Varianten betrachtet werden.
Unsere Testgrundlage: Wir gleichen Herstellerdaten mit dem offiziellen Tennis-Point-Spieltest der Zverev-Edition ab. SchlägerClub hat diese Modelle für diesen Beitrag nicht selbst auf dem Platz getestet. Die Eindrücke im Video stammen vom Händlerteam; unsere Auswahlhinweise sind redaktionelle Ableitungen, keine eigenen Messergebnisse.
Neue Edition ist nicht automatisch neue Konstruktion
HEAD beschreibt die Zverev-Modelle als gemeinsam mit Alexander Zverev gestaltete Edition. Die gold-violette Farbgebung und der Namensbezug sind nachvollziehbare Merkmale. Ein technischer Leistungssprung gegenüber Gravity 2025 ist damit noch nicht nachgewiesen.
Beim MP stimmen die veröffentlichten Kerndaten beider Jahrgänge überein: 295 Gramm, 325 Millimeter Balance, 100 in² Schlagfläche, 16x20-Saitenbild und 22 Millimeter Rahmenprofil. Das zeigt Kontinuität in diesen fünf Angaben, beweist aber keine vollständige Gleichheit von Materialaufbau, Fertigung oder Spielgefühl. Die HEAD-Produktseite zum MP Zverev 2026 und die Herstellerdaten zum MP 2025 liefern die Vergleichsbasis.
Wer bereits einen passenden Gravity MP 2025 besitzt, hat deshalb aus diesen Daten allein keinen belegten Leistungsgrund für einen Wechsel. Wer neu kauft, kann die Edition wegen ihrer Optik bevorzugen – sollte Preis, Besaitung und die konkrete Variante trotzdem unabhängig davon vergleichen. Zverevs Name ist außerdem kein Nachweis dafür, dass der angebotene Serienschläger seiner individuell abgestimmten Wettkampfausrüstung entspricht.
MP, Tour und MP L: die entscheidenden Daten
| Modell | Gewicht unbesaitet | Balance | Schlagfläche | Saitenbild | Rahmenprofil |
|---|---|---|---|---|---|
| MP | 295 g | 325 mm | 645 cm² / 100 in² | 16x20 | 22 mm |
| Tour | 305 g | 320 mm | 630 cm² / 98 in² | 16x19 | 22 mm |
| MP L | 280 g | 330 mm | 645 cm² / 100 in² | 16x20 | 22 mm |
Quellen: HEAD für MP, Tour und MP L; die Tennis-Point-Angebote ordnen die Gewichte den unbesaiteten Modellen zu. Es sind Sollangaben, keine Messung einzelner Exemplare. Auch die Balance wird hier als veröffentlichter Modellwert geführt, nicht als nachgemessener Wert des spielbereiten Schlägers.
Der Tour ist also nicht einfach ein zehn Gramm schwererer MP: Er hat den kleineren Kopf und ein anderes Saitenbild. Der MP L behält dagegen Schlagfläche und Muster des MP, ist aber 15 Gramm leichter und hat den Balancepunkt fünf Millimeter weiter Richtung Kopf. Aus dem Gesamtgewicht allein lässt sich keine verlässliche Rangfolge für das Schwunggefühl ableiten.
Was der Tennis-Point-Spieltest zeigt – und was nicht
Im offiziellen Video Spielt sich Zverevs Schläger wirklich anders? | HEAD Gravity MP Test vom 28. August 2026 beschreibt Olli den MP zunächst als leicht wirkend, flüssig im Durchschwung und angenehm im Touch. Er sagt auch, dass er noch weiter testen müsse. Im Gespräch wird das weiche, kontrollierte Gefühl hervorgehoben; zum MP L nennt das Team ebenfalls einen flüssigen Durchschwung. Das sind subjektive Eindrücke des Tennis-Point-Teams, kein unabhängiger Langzeittest und kein Nachweis, dass die Edition besser spielt als Gravity 2025.
Für einen belastbaren Leistungsvergleich fehlen uns dokumentierte, vergleichbare Setups und Messreihen. Wir vergeben deshalb keine Testnote und behaupten weder zusätzliche km/h beim Aufschlag noch mehr Spin, eine bestimmte Rahmensteifigkeit oder garantierte Armschonung. Die im Video beschriebenen Gefühle helfen bei der Vorauswahl; ob sie sich bei deinem Tempo und deiner Besaitung einstellen, musst du am konkreten Schläger prüfen.