Ratgeber

HEAD Radical 2025: MP, Pro, Team und Team L im Vergleich

HEAD Radical 2025 im Modellvergleich: Gewichte, Balance, Unterschiede zu 2023 und eingeordnete Fremdtests helfen dir bei Auswahl und Probespielen.

Passend zum Modellvergleich

Produkte der HEAD Radical 2025 Serie

Alle passenden Produkte
Tennis-Point-Videovorschau: Spin miracle or just a solid all-rounder?! The HEAD Radical 2025 | Hands-On | Tennis-Point
VIDEO-TIPP DER REDAKTION

HEAD Radical 2025Vier Modelle, vier Profile

Von zugänglichem Team bis zu stabilem Pro.

Tennis-Point PRODUKT
Zeitmarken:
YouTube-Profilbild von Tennis-Point

Das offizielle Hands-on ergänzt die Produktvorstellung um eine klar getrennte Einordnung von Team L, Team, MP und Pro. Tennisschläger nach Daten vergleichen · weitere Tennisschläger einordnen

Das lernst du im Video

  • Team und Team L als zugänglichere Modelle erkennen.
  • MP und Pro anhand von weicherem Handling beziehungsweise hoher Stabilität unterscheiden.
  • Das Netz- und Doppelprofil des MP als Videoeinschätzung einordnen.

Für wen geeignet?

Spieler, die innerhalb der Radical-2025-Serie zwischen vier Modellprofilen wählen. Einsteiger in Erwachsenenschläger sowie erfahrene Club- und Turnierspieler. Anwendungsfall: Modellwahl nach Gewicht, Stabilität und gewünschtem Handling. Voraussetzung: Für MP und Pro eine belastbare Technik und ausreichende Schlägerbeschleunigung.

So ergänzt das Video den Artikel

Der Artikel sammelt Spezifikationen; das Video ergänzt die externe Hands-on-Perspektive der Modellfamilie.

Poster: Tennis-Point / YouTube
Affiliate Partner

HEAD Radical 2025: Welches Modell passt zu deinem Spiel?

Auffälliges Design allein sagt wenig darüber aus, wie vielseitig ein Schläger auf dem Platz tatsächlich ist. Bei der HEAD-Radical-Generation 2025 entscheidet vor allem die Modellwahl: MP und Pro verbinden einen 98er-Kopf mit unterschiedlichen Gewichten und Rahmenprofilen. Team und Team L bieten einen größeren Kopf und weniger Gesamtgewicht. Wer zwischen offensiven Grundschlägen, Slice, Return und Netzangriff wechseln möchte, sollte diese Unterschiede vor dem Kauf auseinanderhalten.

Der MP ist innerhalb dieser vier Modelle ein naheliegender Ausgangspunkt für den Vergleich: 300 Gramm unbesaitet, 98 Quadratzoll und ein 16×19-Saitenmuster. Der Pro kann mit 315 Gramm mehr Arbeit beim Beschleunigen verlangen. Team und Team L kommen eher infrage, wenn du eine leichtere Alternative mit 102 Quadratzoll suchst. Das sind Auswahlkriterien, keine Zuordnung allein nach Spielklasse: Auch regelmäßiges Vereinsspiel macht einen schweren Rahmen nicht automatisch passend.

Zur Grundlage dieses Artikels: Dies ist eine redaktionelle Einordnung der Modellfamilie, kein eigener SchlägerClub-Produkttest. Die technischen Nennwerte stammen von HEAD; Spielurteile werden den jeweiligen Originaltests zugeordnet. Die 2025er-Generation wird nicht als neue 2026er-Auflage ausgegeben. Ein gedämpfteres Gefühl oder mehr Fehlertoleranz sind subjektive Eindrücke und kein bewiesener Vorteil für jeden Spieler. Quellen und Modellangaben wurden am 8. Oktober 2026 geprüft.

Technische Spezifikationen: Pro, MP, Team und Team L

Die folgende Tabelle vergleicht die vier erwachsenen Radical-Kernmodelle mit Auxetic 2.0. Gewichte und Balancepunkte sind unbesaitete Hersteller-Nennwerte; Saiten, Griffband und Zubehör verändern den spielbereiten Schläger. Die Kopfgrößen werden in den von HEAD angegebenen Einheiten geführt, nicht durch eine eigene Umrechnung ersetzt.

HEAD Radical 2025: nominelle Modellunterschiede
ModellGewichtBalanceKopfProfilSaitenmuster
Pro315 g315 mm630 cm² / 98 in²20/21,5/21 mm16×19
MP300 g320 mm630 cm² / 98 in²20/23/21 mm16×19
Team280 g320 mm660 cm² / 102 in²22/25/23 mm16×19
Team L260 g340 mm660 cm² / 102 in²22/25/23 mm16×19

Belege: die HEAD-Produktseiten für Pro, Artikelnummer 231005, MP, 231015, Team, 231025 und Team L, 231035. Der HEAD-Katalog Tennis Collection 2025, gedruckte Seiten 16–17, bestätigt Messzustand, Länge und Griffband. Die Hersteller-PDF liegt auf einem externen Kataloghost.

MP: der Vergleichspunkt für vielseitiges Spiel

Mit 300 Gramm liegt der MP zwischen Pro und Team. Sein Profil ist im breitesten angegebenen Bereich stärker als das des Pro; Kopfgröße und Saitenzahl sind dagegen gleich. Das macht ihn nicht einfach zur leichteren Kopie: Gewicht, Profil und Massenverteilung müssen zusammen betrachtet werden. Wenn du von hinten aktiv Tempo aufbaust und anschließend ans Netz gehst, lohnt es sich, genau diesen Wechsel mit dem MP zu prüfen.

Pro: mehr Masse, aber kein automatisch leichterer Schlag

Der Pro ist der schwerste dieser vier Rahmen und hat das schlankere Profil. Er ist eine Vergleichsoption für Spieler, die einen solchen Schläger rechtzeitig vorbereiten und über mehrere Aufschlag- und Returnspiele beschleunigen können. Zusätzliche Masse kann sich bei sauberem Kontakt solide anfühlen; sie hilft dir aber nicht, wenn der Treffpunkt wegen einer verspäteten Vorbereitung nach hinten wandert. Der Modellname ist kein Leistungsnachweis.

Team und Team L: ähnliche Abmessungen, anderes Schwunggefühl

Team und Team L teilen Kopfgröße, Profil und Saitenmuster. Der Team L ist 20 Gramm leichter, sein Balancepunkt liegt aber 20 Millimeter weiter Richtung Kopf. Deshalb bedeutet das L nicht automatisch, dass er sich in jeder Bewegung leichter anfühlt. Vergleiche beide beim Aufschlag, bei schnellen Volleys und beim Return, statt nur das Gesamtgewicht zu lesen. Der größere Kopf ist eine konstruktive Alternative zum 98er-Kopf, keine Garantie für einen größeren nutzbaren Sweetspot bei deinem Setup.

Für die leichteren Modelle werden hier keine MP- oder Pro-Testerfahrungen übernommen. Wer Unterstützung bei Balllänge oder einen gutmütigen Treffpunkt sucht, muss diese Eigenschaften am konkreten Team beziehungsweise Team L prüfen. Eine allgemeine Zusage von mehr Power, Komfort und Fehlertoleranz wäre aus den Nennwerten allein nicht belastbar.

Radical Elite ist separat zu betrachten

HEAD führt außerdem einen Radical Elite 2025, Artikelnummer 231055. Die Produktseite nennt 270 Gramm, 330 Millimeter Balance, 660 cm² / 102 in², 16×19 und ein Profil von 22/25/23 Millimetern. Sie bestätigt in den hier lesbaren Angaben nicht dieselbe Auxetic-2.0-Ausstattung. Der Elite darf daher nicht allein wegen des Familiennamens mit den vier oben verglichenen Modellen gleichgesetzt werden. Junior- und Padel-Schläger sind ebenfalls nicht Teil dieses Erwachsenenvergleichs.

Exklusive Handelsvarianten nicht verwechseln

Vorsicht bei ähnlich benannten Handelsangeboten: CenterCourt führt außerdem einen Radical MP 18×20 2025 und einen Radical Pro 18×20 2025 als exklusive Angebote. Sie sind nicht mit den oben belegten Standardmodellen gleichzusetzen. Beim Pro widersprechen sich dort sogar die Musterangaben: In den Features steht 18/20, im Beschreibungstext 16/19. Lass dir bei einem solchen Angebot die genaue Variante und das tatsächliche Saitenmuster bestätigen; übertrage die folgenden 16×19-Testurteile nicht ungeprüft darauf.

Balance richtig lesen

Ein kleinerer Balancewert bedeutet bei gleicher Länge einen griffnäheren Schwerpunkt. Der Pro mit 315 Millimetern ist unbesaitet griffbetonter als der MP mit 320 Millimetern – nicht kopflastiger, nur weil er schwerer ist. Bei 685 Millimetern Länge liegt die rechnerische Mitte bei 342,5 Millimetern; der Team L mit 340 Millimetern liegt nahe daran. Gesamtgewicht und Balance beschreiben trotzdem nicht vollständig den Widerstand beim Schwingen. Dafür ist zusätzlich das Schwunggewicht interessant.

Bespannungsbild: 16×19 ist noch kein Spinversprechen

Pro, MP, Team und Team L besitzen 16 Längs- und 19 Quersaiten. HEAD bezeichnet die Anordnung als Control Pattern mit dichterem Zentrum. Sie soll die Kontrolle mit der Beweglichkeit der Saiten verbinden. Wie der Ball tatsächlich vom Saitenbett startet, hängt jedoch auch von Kopfgröße, Abständen, Saite, Besaitungszustand und deinem Kontakt ab. Die gleiche Saitenzahl bedeutet deshalb nicht bei allen vier Modellen denselben Ballabsprung.

Für dein Spiel ist die praktische Frage konkreter: Kannst du einen langen Crossball mit deiner normalen Bewegung spielen, ohne den Ball nur noch schieben zu müssen? Und bleibt der Slice kontrollierbar, wenn du unter Druck spät am Ball bist? Ein 16×19-Muster lässt weder automatisch besonders viel Topspin noch eine hohe, stets sichere Flugkurve erwarten. Auch flache Schläge, Blockreturns und Stopps müssen zum Schläger und zur Besaitung passen.

Länge, Griffband und gemessene Rahmenwerte

Die vier Kernmodelle sind laut HEAD-Katalog 685 Millimeter beziehungsweise 27 Zoll lang. Als Basisgriffband ist Hydrosorb Pro Solar Red angegeben. Das Basisgriffband ist nicht dasselbe wie die Griffgröße; ein zusätzliches Overgrip verändert Umfang und Gewicht. Prüfe daher die tatsächlich angebotene Griffgröße und das konkrete Leih- oder Kaufexemplar. Regionale Katalogangaben zu Griffgrößen beweisen keine heutige Lagerverfügbarkeit.

Das Variable-Beam-Profil beschreibt einen wechselnden Rahmenquerschnitt. Für den MP lautet die vollständige Angabe 20/23/21 Millimeter, für den Pro 20/21,5/21 Millimeter. Daraus lässt sich ohne genau bezeichnete Messstellen nicht ableiten, dass der MP am gesamten Kopf 20 Millimeter breit sei. Ebenso wenig beweist ein dünnerer Bereich für sich allein mehr Gefühl oder ein stärkerer Bereich eine bestimmte Ballgeschwindigkeit.

In den Tennis-Warehouse-Daten zum MP stehen 318 Gramm besaitet, Schwunggewicht 323 und Flex Rating 66; beim Pro werden Schwunggewicht 329 und Flex Rating 65 geführt. Das sind veröffentlichte MP-Test-/Labordaten beziehungsweise Pro-Test-/Labordaten, keine HEAD-Nennwerte für jedes Exemplar. Ein einheitlicher RA-Wert von 65–66 für die ganze Familie lässt sich daraus nicht ableiten. Fertigungstoleranz und spielbereites Setup können Vergleichswerte verändern.

Design und Technologien: Was sich hinter den Namen verbirgt

Graphitkonstruktion, Graphene Inside, Auxetic 2.0, Sound Grommets und das variable Profil gehören zur Ausstattung der vier Kernmodelle. Die Technologiebezeichnungen erklären den Aufbau und die Herstellerpositionierung. Sie ersetzen keinen Vergleichstest, in dem Stabilität, Balltempo oder Vibrationen unter gleichen Bedingungen gemessen werden.

  • Auxetic 2.0: HEAD beschreibt eine Konstruktion im Carbon-Yoke, also im Bereich des Schlägerherzens, und am Griffende. Auxetische Strukturen verändern ihre Form unter Zug anders als konventionelle Strukturen. Die HEAD-Erklärung zu Auxetic 2.0 stellt Rückmeldung und Stoßaufnahme heraus. Ein automatisch vergrößerter Sweetspot oder ein gesundheitlicher Vorteil des Radical ist damit nicht unabhängig belegt.
  • Sound Grommets: Diese Ösen sollen laut HEAD mehr Saitenbewegung ermöglichen und Klang sowie Vibrationen beeinflussen. Ein satter klingender Kontakt kann zu einem angenehmen Eindruck beitragen. Daraus folgt aber weder ein gemessener Powerzuwachs noch die Zusage, in langen Matches weniger zu ermüden.
  • Graphene Inside: Der Name gehört zur belegten Rahmenausstattung. Aussagen darüber, wie stark ein bestimmter Kopf- oder Schaftbereich dadurch verstärkt wird, müssten durch passende Konstruktions- oder Messdaten gestützt werden. Die beobachtete Stabilität eines ganzen Schlägers lässt sich nicht allein einem Materialnamen zuschreiben.
  • Variable Beam und Control Pattern: Unterschiedliche Profilstärken und die Saitenanordnung sind greifbare Konstruktionsmerkmale. HEAD bewirbt damit eine Verbindung von Power, Kontrolle und Spin. Ob du bei hohem Tempo genauer platzierst oder leichter beschleunigst, bleibt eine Frage des gesamten Schlägers und deiner Bewegung.
  • Orange-roter Look: Die Herstellerfarbe heißt Solar Orange. Auf den Produktabbildungen unterscheiden sich die Farbflächen an Innen- und Außenseite; der Rahmen wirkt auffällig orange-rot. Diese visuelle Beschreibung ist keine belegte Aussage darüber, was die Lackierung technisch bewirkt oder welche historische Absicht dahintersteht.

Die HEAD-Familienseite zum Radical 2025 erläutert die beworbenen Eigenschaften. Der historische Agassi-Bezug der Serie ist davon zu trennen: Nach der HEAD-Seriengeschichte entstand der erste Radical 1993 für Andre Agassi. Dieser Hintergrund und der bekannte Serienname machen den 2025er-Rahmen nicht zum identischen Schläger eines Profis. Auch ein Markenleitbild wie The People’s Racquet ist kein Beleg dafür, dass ein Modell allen Spielertypen passt.

Spielverhalten: Originaltests zeigen Stärken und Grenzen

Die folgenden Eindrücke stammen aus benannten Fremdtests. Sie helfen, sinnvolle Vergleichsfragen zu stellen; sie sind weder eigene Court-Erfahrungen von SchlägerClub noch eine repräsentative Kundenbefragung. Vor allem beim Gefühl können mehrere Tester dasselbe Modell unterschiedlich wahrnehmen.

MP: Kontrolle, Slice und ein aktiver eigener Schwung

Im MP-Playtest von Tennis Warehouse, Mai 2025, beschreibt Tiffani das Modell als kontrollorientiert und vielseitig bei flachen Schlägen, Topspin und Slice. Bei unsauberen Treffern vermisst sie die Fehlertoleranz eines 100er-Kopfes. Jason wünscht sich mehr freie Power. Am Netz lobt Tiffani die Stabilität; Brittany muss bei schnellen Volleywechseln früher vorbereiten. Die Kombination aus Kontrolle und Handlichkeit wird somit nicht von allen gleich bewertet.

Für die Auswahl bedeutet das: Der MP kann für jemanden interessant sein, der den Ball mit eigener Beschleunigung druckvoll spielt. Wer dagegen erwartet, mit einer sehr kurzen Bewegung jederzeit leicht Länge zu erzeugen, sollte gerade diese Situation testen. Ein kontrollierter Ball bei vollem Schwung und eine verlässliche Notlösung aus der Defensive sind verschiedene Anforderungen. Beides gehört auf den Probespielzettel, wenn du einen All-Court-Schläger suchst.

Pro: Stabilität und Durchschlagskraft verlangen Vorbereitung

Im Pro-Playtest von Tennis Warehouse, April 2025, hebt Troy Stabilität und Durchschlagskraft hervor. Chris vermisst Fehlertoleranz im oberen Saitenbett und beschreibt einen eher niedrigen Abflugwinkel. Michelle hat Schwierigkeiten mit Tiefe und Beschleunigung. Das ist keine gemeinsame Aussage von mühelosem Handling: Ein Spieler kann die Masse gut durch den Kontakt bringen, während ein anderer damit zu spät kommt.

Durchschlagskraft meint hier den Eindruck, bei sauber vorbereitetem Schlag stabil durch den Ball zu gehen. Sie ist nicht gleichbedeutend mit kostenloser Power bei jeder kurzen Bewegung. Gegen schnelle Aufschläge oder bei einem tiefen ersten Volley zeigt sich, ob du die Vorbereitung noch rechtzeitig schaffst. Auch die griffnähere nominelle Balance des Pro hebt sein höheres Gesamtgewicht nicht auf.

Direkte Rückmeldung und Dämpfung sind kein Widerspruch

Ein Schläger kann den Treffpunkt deutlich rückmelden und zugleich gedämpft wirken. Solche Beschreibungen betreffen das wahrgenommene Gefühl, nicht automatisch einen weicheren Rahmen oder eine größere geometrische Trefferzone. In seinem Radical-Review vom 6. März 2025 empfindet Jonas Eriksson von Tennisnerd den MP als etwas gedämpfter und angenehmer, mit einem größer empfundenen Sweetspot. Er ordnet MP und Pro dennoch als Kontrollschläger ein, die eigene Beschleunigung verlangen.

Die genannten Rahmenwerte und Herstellertechnologien belegen keine garantierte Armverträglichkeit. Ebenso ist aus einem angenehmen ersten Kontakt nicht abzuleiten, dass ein langes Match ermüdungsfrei bleibt. Für die Kaufentscheidung sollten Gefühl, Treffpunktqualität und rechtzeitige Vorbereitung gemeinsam überzeugen – nicht nur ein einzelnes Adjektiv aus einem Review.

Radical 2025 gegenüber 2023: kein automatisches Upgrade

Der auffällige orange-rote Look und die Umstellung auf Auxetic 2.0 kennzeichnen die 2025er-Generation. Auf den Abbildungen im HEAD-Katalog 2023, gedruckte Seiten 14–15, stehen orange-rote Kopfbereiche neben deutlich dunkleren Hals- und Schaftflächen. Die 2025er-Abbildungen zeigen dagegen die unterschiedlich orange-roten Flächen im auffälligen asymmetrischen Look. Das ist eine sichtbare Designänderung, kein Beleg für ein anderes Spielergebnis.

Die modellweise Kontinuität ist groß: Pro und MP behalten 98 Quadratzoll und 16×19; der MP bleibt bei 300 Gramm und 20/23/21 Millimetern Profil, der Pro bei 315 Gramm und 20/21,5/21 Millimetern. Auch die unbesaiteten Gewichte und Balancewerte von Team und Team L sind gegenüber der Kataloggeneration 2023 gleich. Sound Grommets, Graphene Inside, Variable Beam und Control Pattern waren dort bereits aufgeführt. Neu ist im Vergleich die Ausführung Auxetic 2.0 statt Auxetic. Das Basisgriffband wechselt in den Katalogangaben von Hydrosorb Pro Black zu Solar Red. Gleiche Grunddaten bedeuten jedoch nicht identisches Spielgefühl.

Bei den Spieleindrücken gibt es ausdrücklich Gegenpositionen: Eriksson empfindet den Pro 2025 als etwas fehlerverzeihender als 2023. Troy bei Tennis Warehouse findet dagegen den Vorgänger leichter zu bewegen und verzeihender und den Nachfolger etwas fester; Michelle bevorzugt die leichter verfügbare Tiefe und den glatteren Gesamteindruck des 2023ers. Einen einhelligen Komfortgewinn zeigen diese Urteile nicht. Tennisnerd-Vergleich und TW-Pro-Vergleich beschreiben unterschiedliche persönliche Wahrnehmungen.

Der Pro besitzt laut den Herstellerkatalogen 2023 wie 2025 eine unbesaitete Balance von 315 Millimetern. Eine Verschiebung von 310 auf 315 Millimeter erklärt den Generationenwechsel also nicht. Aus gleichem nominellem Gewicht und Balancepunkt lässt sich umgekehrt auch kein identisches gemessenes Schwunggewicht ableiten. Für ältere Versionen vor 2023 müssen deren konkrete Modellwerte geprüft werden; die 2023er-Tabelle ist kein Beleg für alle früheren Radical-Pro-Rahmen.

Klang, Dämpfung und das Gefühl bei außermittigem Kontakt bleiben sinnvolle Vergleichspunkte. Ein Technologieschritt beweist aber nicht, dass die Ösen im Nachfolger messbar effektiver arbeiten oder der Rahmen sich weniger verwindet. Wenn dein bisheriger Radical gut passt, ist ein Wechsel deshalb keine Pflicht. Leihe möglichst dasselbe Modell der neuen Generation und vergleiche es mit deinem vorhandenen Schläger unter ähnlichen Bedingungen.

Was die Testberichte für deine Auswahl bedeuten

Für einen Überblick sind die ursprünglichen Reviews nützlicher als anonyme Lobsätze. Tennis Warehouse nennt einzelne Tester und auch deren Kritik. Tennisnerd beschreibt eigene Erfahrungen und legt Affiliate-Bezüge offen. Das vorhandene Tennis-Point-Hands-on vom 14. März 2025 ergänzt einen ersten Videoeindruck; die Beschreibung hebt beim Pro Stabilität und beim MP ein weiches Gefühl hervor. Das ist ein externer Ersteindruck, kein dokumentierter Langzeittest von SchlägerClub.

Bei der Farbe bleibt die Entscheidung persönlich: Eriksson nennt den knalligen Look eine Geschmacksfrage. Auffälligkeit kann gefallen oder stören; sie misst weder Kontrolle noch Komfort. Der Agassi-Bezug gehört zur Geschichte der Serie, nicht zur Bewertung deiner Schläge. Für die Kaufentscheidung ist entscheidender, ob du den Schläger wiederholt sicher vorbereitest und dich mit dem gesamten Setup wohlfühlst.

Aus den hier betrachteten Reviews lässt sich kein repräsentativer Kundenkonsens und kein Titel als bester Allroundschläger 2025 ableiten. Ebenso wenig werden alle Besitzer früherer Radical-Modelle den Nachfolger zwangsläufig bevorzugen. Belastbar ist die Modellunterscheidung: Prüfe beim MP das Verhältnis von eigener Power und Kontrolle, beim Pro die zusätzliche Masse und bei Team beziehungsweise Team L die leichtere Bauweise mit ihrer jeweiligen Balance. Ein positiver Fremdtest ist ein Anlass zum Vergleichen, kein Ersatz dafür.

So grenzt du die Auswahl beim Probespielen ein

Tennisspielerin betrachtet einen orange-roten Schläger auf einem Sandplatz.
Symbolbild – kein Produktfoto und kein dokumentierter Schlägertest. (KI generiert)

Nimm für einen Vergleich möglichst dieselbe Griffgröße und ein ähnliches Saiten-Setup. Notiere, welche Saite aufgezogen ist und ob sie frisch oder bereits länger gespielt wurde. Prüfe Gewicht und Balance am spielbereiten Exemplar, wenn du zwei Rahmen ernsthaft miteinander vergleichen willst. Sonst kann ein Unterschied, den du dem Modell zuschreibst, auch vom Griffband oder von der Besaitung kommen.

Beginne mit einem konkreten Problem deines bisherigen Schlägers: fehlende Länge bei normalem Schwung, späte Kontakte bei Tempo oder unruhige Volleys. Wähle anschließend zwei passende Modelle für den Vergleich. Alle Varianten gleichzeitig auszuprobieren und dabei noch die Saite zu wechseln macht die Entscheidung unnötig unübersichtlich.

  • Grundlinie: Spiele lange Crossbälle, einen flachen Angriffsball und Slice aus einer schwierigeren Position. Beobachte Balllänge und Streuung, nicht nur den besten Treffer.
  • Return: Vergleiche einen kompakten Blockreturn mit einem aktiven Return auf einen langsameren Aufschlag. Kommt der Rahmen bei höherem Tempo rechtzeitig vor den Körper?
  • Aufschlag: Prüfe Platzierung und Beschleunigung über mehrere Aufschlagspiele. Ein schwereres Modell muss auch nach wiederholten Bewegungen noch zum Timing passen.
  • Netz: Spiele einen ersten tiefen Volley und schnelle Folgevolleywechsel. Stabiler Kontakt und leichte Vorbereitung sind zwei getrennte Kriterien.
  • Vergleich: Wechsle zum bisherigen Schläger zurück und wiederhole dieselben Situationen. Halte fest, welche Verbesserung wiederkehrt und welcher Nachteil dafür entsteht.

Wenn du noch keine Vergleichsmodelle eingegrenzt hast, kann der Tennisschläger-Finder nach Produktdaten helfen. Er ist eine Vorauswahl, keine individuelle Garantie. Die grundlegende Frage, ob Radical, Speed, Gravity oder Extreme zu deinen Anforderungen passt, behandelt der separate Vergleich der vier HEAD-Schlägerfamilien. Hier bleibt der Schwerpunkt bewusst auf den Radical-Varianten.

Die passende Wahl ist das Modell, mit dem du deine üblichen Schläge verlässlich ausführen kannst, ohne einen entscheidenden Nachteil in Kauf zu nehmen. Der Pro ist nicht allein wegen seines Gewichts die bessere Wahl, der Team L nicht allein wegen seiner Leichtigkeit die einfachere, und die neue Generation nicht allein wegen Auxetic 2.0 ein notwendiger Ersatz. Technikdaten und Originaltests geben Orientierung; den Unterschied für dein Spiel zeigt ein nachvollziehbarer Vergleich.

LK-Rechner LK-Rechner nach DTB-Regelwerk Berechne einzelne Matches oder plane Turniere mit mehreren Spielen – übersichtlich, schnell und tennisnah. LK-Planung starten