Begriffe & Taktik · Tennislexikon

Mini-Break im Tennis

Ein Mini-Break ist im Tennis die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Punktgewinn des Rückschlägers gegen den Aufschläger in einem Tiebreak. Weil die Spieler dort keine vollständigen Aufschlagspiele absolvieren, kann es kein Break im üblichen Sinn geben. Der gewonnene Returnpunkt verschafft jedoch einen ähnlichen, wenn auch deutlich kleineren Vorteil.

Die offizielle Zählweise verändert sich durch ein Mini-Break nicht. Der Punkt zählt genau einmal und der Tiebreak läuft mit fortlaufenden Zahlen weiter. Verliert ein Spieler später selbst einen Punkt bei eigenem Aufschlag, spricht man häufig davon, dass er das Mini-Break „zurückgegeben“ hat. Damit ist nur gemeint, dass der zuvor gewonnene Aufschlagvorteil wieder ausgeglichen wurde.

Ein normales Break bezeichnet den Gewinn eines kompletten Aufschlagspiels durch den Rückschläger. Ein Mini-Break betrifft dagegen nur einen einzelnen Aufschlagpunkt im Tiebreak. Derselbe Sprachgebrauch findet sich auch im Match Tiebreak, dessen Punkte nach dem Tiebreak-Prinzip aufgeschlagen werden.

Ein Mini-Break kann in einem kurzen Entscheidungsformat wichtig sein, bedeutet aber nicht automatisch eine Vorentscheidung. Mehrere gewonnene und verlorene Returnpunkte können sich gegenseitig ausgleichen. Ausschlaggebend bleiben der tatsächliche Spielstand und der vorgeschriebene Vorsprung zum Ende des Tiebreaks.

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