Turnier & Wettbewerb · Tennislexikon

Outright Winner im Tennis

Ein Outright Winner ist im Tennis ein gültiger Schlag, der unmittelbar zum Punktgewinn führt, ohne dass der Gegner den Ball noch berührt. Der Ball muss im richtigen Feld landen oder regelgerecht so gespielt sein, dass keine Rückgabe mehr möglich ist. Im Deutschen lässt sich der Begriff als direkter oder unerreichter Gewinnschlag wiedergeben.

Ein solcher Winner kann als Vorhand, Rückhand, Volley, Overhead oder Stoppball entstehen. Auch ein Aufschlag kann den Punkt ohne Ballberührung des Rückschlägers beenden; in Matchstatistiken werden Asse jedoch häufig als eigene Kategorie ausgewiesen. Welche Schläge eine Statistik unter „Winner“ zusammenfasst, hängt deshalb vom jeweiligen Datenanbieter ab.

Die entscheidende Abgrenzung betrifft den Forced Error. Erreicht der Gegner den Ball noch, kann ihn wegen des Tempos, der Platzierung oder des Drucks aber nicht kontrolliert zurückspielen, wird das Ende des Ballwechsels häufig als erzwungener Fehler gewertet. Bleibt der Ball vollständig unberührt, spricht das für einen Winner. Bei Grenzfällen kann die statistische Zuordnung unterschiedlich ausfallen.

„Outright“ betont den unmittelbaren Punktgewinn, ohne eine eigene Regelkategorie zu schaffen. Für den Spielstand zählt ein Outright Winner genau wie jeder andere gewonnene Punkt; der Ausdruck dient vor allem der Beschreibung und Matchanalyse.

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